Gifhorn 

Landkreis Gifhorn: Historisches Bauernhaus steht komplett Flammen

Die Einsatzkräfte löschten bis in die Nacht (Symbolbild).
Die Einsatzkräfte löschten bis in die Nacht (Symbolbild).
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Ehra. Ein Wohn- und Wirtschaftshaus auf einem alten Gehöft in Ehra im Landkreis Gifhorn hat am Mittwoch Feuer gefangen.

Wie die Einsatzkräfte der Feuerwehr am späten Mittwochabend berichten, war das Feuer gegen 16.20 Uhr in einem Heizungsraum ausgebrochen. Rund 90 Feuerwehrleute waren bis in die Nacht im Einsatz.

Flammen schlugen aus dem Dachstuhl

Als die ebenfalls alarmierten Rettungssanitäter an der Einsatzstelle in der Straße Am Dorfring eintrafen, brannten bereits Teile des Gebäudes. "Bei unserem Eintreffen stand bereits die Fassade in Flammen, erste Flammen schlugen aus dem Dachstuhl", so Volker Lange, Gruppenführer der Ortswehr Ehra und zunächst Einsatzleiter. Später übernahm Gemeindebrandmeister Frank Mosel die Einsatzleitung.

---------------------------------------

Mehr aus Gifhorn:

---------------------------------------

Das Team des Rettungswagens, sowie ein Notarzt und Mitglieder der Schnellen Einsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich um die Bewohner des Hauses. Sie konnten sich zwar noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, standen aber unter Schock. "Unsere erste Maßnahme war der Schutz der angrenzenden Gebäude durch eine Riegelstellung", so Mosel.

Übergreifen der Flammen verhindert

So verhinderten die Einsatzkräfte, die Flammen auf weitere Gebäude auf dem Hof übergreifen konnten. Das Löschen des eigentlichen Brandes in dem alten Bauernhaus gestaltete sich als äußerst schwierig. "Das Gebäude wird zur Hälfte als Wohnraum und darüber hinaus auch als Lagerraum unter anderem für Holz genutzt", so der Einsatzleiter weiter.

"Außerdem ist es innen sehr verbaut." Trotz des intensiven Einsatzes der Feuerwehr – unter anderem unter Atemschutz und über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr aus Wittingen – war es sehr schwer, an die eigentlichen Brandherde zu gelangen.

Gebäude in Ehra einsturzgefährdet

"Das Gebäude ist einsturzgefährdet, so dass wir nur von außen löschen können", betonte der Gemeindebrandmeister. Ein weiteres Problem stellte die Wasserversorgung da. "Wir bekamen aus dem öffentlichen Hydrantennetz nicht genügend Löschwasser, so dass wir eine lange Wegstrecke zu einem Beregnungsbrunnen außerhalb des Ortes aufbauen mussten."

Erst später stellte sich heraus, dass der Wasserverband Arbeiten am Netz vorgenommen hatte und zum Einsatz nicht alle Rohrleitungen zur Verfügung standen.

Neben drei der vier Züge der Samtgemeindefeuerwehr Brome war auch die SEG Gifhorn im Einsatz, stellte einen Rettungswagen und verpflegte die Einsatzkräfte. Die Feuerwehrtechnische Zentrale war ebenfalls vor Ort und hatte für die Einsatzkräfte unter anderem Schlauchmaterial und Atemluftflaschen zum Tausch dabei. (mvg)