Gifhorn 

Bade-Unfall im Tankumsee: Spürhund entdeckt Leiche

Die Leiche des 20-jährigen Mannes wurde im Tankumsee gefunden (Symbolbild).
Die Leiche des 20-jährigen Mannes wurde im Tankumsee gefunden (Symbolbild).
Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Isenbüttel. Traurige Gewissheit nach dem tragischen Bade-Unfall am Tankumsee. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilt, wurde die Leiche des seit Dienstagabend Vermissten im Tankumsee geborgen. Ein Spürhund hatte angeschlagen, Taucher haben die Leiche dann aus dem Wasser geborgen.

Der Leichnam soll nun in der Rechtsmedizin obduziert werden, um die Todesursache zu klären. Derzeit gibt es keinerlei Hinweise auf ein mögliches Fremdverschulden, so die Polizei. Erst Anfang Juni war ein Mann im Tankumsee ertrunken.

Mann verschwindet am Dienstagabend

Seit Dienstagabend hatten Rettungskräfte nach dem Mann im Tankumsee in Isenbüttel gesucht. Wie die DLRG berichtet, musste der Einsatz am Abend wegen der Dunkelheit abgebrochen werden. Am Mittwochmorgen wurde die Suche fortgesetzt. Zwei Boote waren auf dem Tankumsee im Einsatz.

Mit dabei war auch eine Hundestaffel. Diensthund "Secca" suchte nach dem Vermissten. Wie die Polizei Gifhorn auf Nachfrage von news38.de mitteilte, wurden die Wasseroberfläche und tiefere Stellen des Tankumsees abgesucht.

Der Badebetrieb am Tankumsee ging unvermindert weiter, wie es auf der offiziellen Facebook-Seite heißt. Der See wurde demnach nicht gesperrt. "Solange der junge Mann noch gesucht wird, mag ich nicht in dem See baden wollen", hatte eine Userin kommentiert. Ein anderer User schrieb: "Bin heute Morgen geschwommen - wenn auch mit mulmigen Gefühl."

Die Webcam am Tankumsee zeigt, dass das aber offenbar viele Badegäste anders empfinden. Das Ufer ist gut besucht.

Bade-Unfall im Tankumsee: Junger Mann vermisst

Wie die Polizei Gifhorn am Mittwochmorgen bekanntgab, handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen 20-jährigen Asylbewerber aus Afghanistan, der in Braunschweig lebte. Gemeinsam mit einem Freund war er schwimmen gewesen, als ihn sein Begleiter gegen 20.20 Uhr plötzlich aus den Augen verlor.

Daraufhin startete die große Suchaktion: Die Rettungsgesellschaft ließ ein Boot zu Wasser und suchte umgehend das Gewässer ab. Gleichzeitig bereiteten sich acht Taucher darauf vor,unter der Wasseroberfläche zu suchen. Nur wenige Minuten später wurden weitere Rettungskräfte alarmiert.

Taucher, Hubschrauber und Hunde suchen nach dem Vermissten

Die Suche breitete sich aus: Entlang des Seeufers hielten die Besatzungen des Motorrettungsbootes Ausschau. Die Taucher bildeten hingegen eine Schnorcheltaucherkette und folgten der geschwommenen Route des Vermissten.

+++ Schutzengel in Rot-Gelb: Lebensretter am Tankumsee +++

Zusätzlich traf mit "Christoph 4" ein Rettungshubschrauber und ein Helikopter der Bundespolizei am Tankumsee ein. Der Polizeihelikopter suchte mit einer Wärmebildkamera den See ab.

Wie die Polizei gegenüber news38.de am Abend berichtete, setze die Polizei auch Spürhunde ein. Kurz nach 21 Uhr trafen Rettungstaucher der Feuerwehr ein und suchten an den tieferen Stellen des Sees. Sie lösten die Taucher der DLRG ab.

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Suche am Abend erfolglos

Die abgesuchte Wassertiefe lag bei ungefähr fünf bis 15 Meter Tiefe. Trotz aller Bemühung der 54 Einsatzkräfte blieb die Suche erfolglos. (mb/ses/abr/ck)