Gifhorn 

Wolf in Wittingen erschossen: Nächste Belohnung ausgesetzt - "perverse, hasserfüllte Täter"

Unbekannte haben in Wittingen eine Wölfin getötet und ihren Kadaver im Elbe-Seitenkanal versenkt (Symbolbild).
Unbekannte haben in Wittingen eine Wölfin getötet und ihren Kadaver im Elbe-Seitenkanal versenkt (Symbolbild).
Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Wittingen. Nach illegalen Abschüssen von zwei Wölfen in Niedersachsen und Brandenburg hat der Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. eine Belohnung von 4.000 Euro zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Peta hatte bereits 1.000 Euro ausgelobt.

Der Verein habe in beiden Fällen Anzeige gegen Unbekannt erstattet, teilte die Vereinsvorsitzende Brigitte Sommer am Freitag mit. Die Perversität der Täter sei leider ein Beispiel dafür, wie hasserfüllt immer mehr Menschen auch bei streng geschützten Tieren reagierten.

Sommer kritisierte auch Äußerungen von Niedersachsens Umweltministers Olaf Lies (SPD), der derartige Selbstjustiz zwar verurteilt habe. Zugleich würde Lies aber mit seiner zum vierten Mal verlängerten Abschussverügung gegen
einen Wolf das Töten dieses Tieres ermöglichen.

Wittingen: Wölfin abgeschossen und versenkt

Unbekannte hatten nach Polizeiangaben vom Dienstag in Wittingen im Kreis Gifhorn eine Wölfin abgeschossen und den Kadaver im Elbe-Seitenkanal versenkt. Der oder die unbekannten Täter hätten versucht, die tote Wölfin mittels einer Metallschlinge und eines schweren Gegenstands im Kanal zu versenken.

Nach Angaben von Lies steht auch der Verdacht im Raum, dass die Wölfin zuvor bestialisch gequält wurde. Der Kadaver wird derzeit beim Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht. >> Und so läuft die Untersuchung

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Am Dienstag war auch der illegale Abschuss eines Wolfs bei Ratzdorf im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg bekannt geworden. Das Tier lag unweit der Stelle, wo bereits vor zwei Jahren ein illegal erlegter Wolf entdeckt worden war. (dpa)