Gifhorn 

Wolf in Wittingen erschossen – Institut ist sicher: So bestialisch wurde das Tier gequält

Die tote Wölfin aus Wittingen - jetzt gibt es ein vorläufiges Obduktionsergebnis.
Die tote Wölfin aus Wittingen - jetzt gibt es ein vorläufiges Obduktionsergebnis.

Wittingen/Berlin/Hannover. Es muss ein grausamer Tod gewesen sein: Die tot in Wittingen entdeckte Wölfin wurde gequält.

Dem Tier wurde kurz vor dessen Tod ein Draht durch die rechte Vorderpfote gezogen – so zitiert das niedersächsische Umweltministerium zitiert aus einem vorläufigen Obduktionsbericht des Berliner Leibniz-Instituts. Zum Tod der jungen Wölfin habe dann die Schussverletzung geführt.

Minister Lies: "Völlig skrupellose Tat"

Damit bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen, die unter anderen Umweltminister Olaf Lies geäußert hatte. "Es ist unglaublich, so wie es die Bilder es zeigen, wie dieser Wolf auch noch gequält wurde und gelitten hat", hatte der SPD-Politiker zu dem Fall aus Wittingen gesagt. Er sprach von einer "völlig skrupellosen Tat".

Ein Jäger hatte den Kadaver am vorvergangenen Sonntag im Elbe-Seiten-Kanal entdeckt. Ob der Fundort bei Wittingen auch der Tatort ist, ist offen. Womöglich trieb das Tier schon eine Weile im Wasser.

Wölfin sollte versenkt werden

Laut Polizei hatten der oder die Täter versucht, die Wölfin zu versenken – mit einer Metallschlinge und einem schweren Gegenstand. Auf vom Ministerium verbreiteten Fotos ist der tote Wolf mit dem Draht um den Hals zu sehen. Laut Leibniz-Institut handelte es sich um eine dreifach um den Hals gelegte Drahtschlinge.

Fotos der toten Wölfin aus Wittingen:

Der Fall bilde auch die Dramatik ab, die wir zwischen Wolfs-Befürwortern und Wolfs-Gegnern haben, so Umweltminister Lies weiter. "Es gibt oft Reaktionen und Konfrontationen in einem emotionalen Ausmaß, das der Herausforderung, die wir haben, überhaupt nicht gerecht wird. Es ist an der Zeit, dass alle abrüsten. Das was da passiert ist, darf auf keinen Fall wieder passieren."

Toter Wolf: Polizei Wittingen hat noch keinen Hinweis

Die Polizei Wittingen hat noch immer keinen einzigen Hinweis auf den oder die Täter erhalten, wie ein Sprecher mitteilte. Der Verein "Wolfsschutz-Deutschland" erhöhte unterdessen seine ausgesetzte Belohnung zur Ergreifung der Täter für die Tat in Wittingen und eine ähnliche Tat in Brandenburg von 4.000 auf 8.000 Euro erhöht.

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Der Kadaver wird nach wie vor in Berlin untersucht (so läuft die Untersuchung), ein abschließendes Ergebnis soll es Mitte August geben.