Gifhorn 

Hund in Gifhorn: Traurig, auf was er sein Herrchen bei der Gassirunde aufmerksam macht

Ein Hund machte sein Herrchen bei der Gassirunde auf etwas Trauriges aufmerksam... Aber
Ein Hund machte sein Herrchen bei der Gassirunde auf etwas Trauriges aufmerksam... Aber
Foto: imago images / blickwinkel

Gifhorn. Traurig, worauf ein Hund seine menschlichen Begleiter bei einem Waldspaziergang bei Leifede bei Gifhorn aufmerksam gemacht hat.

Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen gewesen, wieso der Hund plötzlich anzeigte, etwas gefunden zu haben. Doch nach näherem Hinsehen haben die Spaziergänger nicht gezögert, sofort den Tierschutzverein Gifhorn zu informieren.

Hund macht traurigen Fund bei Gifhorn

Etwas abseits von dem Spazierweg fanden sie drei lebendige Meerschweinchen, die Schutz in einem Gebüsch gesucht hatten. Am Wegesrand lagen noch Gemüsereste, die inzwischen vergammelt waren.

Der Tierschutzverein Gifhorn ist sich sicher: Die kleinen Kerlchen wurden achtlos ausgesetzt. Zwei Mitarbeiterinnen des Tierheims machten sich sofort auf den Weg, um die Meerschweinchen nicht nur in Sicherheit zu bringen.

Tierschutzverein entsetzt über Fund

„Wir sind nicht nur entsetzt über so viel Kaltherzigkeit, sondern auch richtig wütend über solch asoziales Verhalten“, schreibt das Tierheim in einem Post bei Facebook.

Für die kleinen Nager kann eine solch lieblose Tat tödlich enden. „Meerschweinchen können in freier Wildbahn nicht überleben und sind in kürzester Zeit Opfer von Raubtieren“, erklärt der Tierschutzverein. „Also hat man sie zum Sterben ausgesetzt – zumindest aber billigend in Kauf genommen, dass sie das nicht überleben.“

Tierschutzverein Gifhorn: „Da schämt man sich für seine Mitmenschen“

Dass die Tiere nicht fortgelaufen sind, ist für die Tierschützer fast sicher, schließlich seien die Schweinchen fernab einer Wohngegend gefunden worden. Auch das beigelegte Futter spreche Bände. „Es gibt Tage, da schämt man sich für seine Mitmenschen“, heißt es in dem Post.

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Laut Tierschutzgesetz ist das Aussetzen von Tieren eine Straftat, für die bis zu 25.000 Euro Bußgeld fällig werden können.

Für die Nager ist die Leidenszeit vorbei: Im Tierheim dürfen sie sich von den Strapazen erholen. Bald sollen sie an liebevolle neue Besitzer vermittelt werden. (vh)