Gifhorn 

Edeka im Kreis Gifhorn: Archäologen untersuchen zukünftiges Gelände – und entdecken Unglaubliches

Archäologen haben das zukünftige Gelände eines Edeka-Marktes im Kreis Gifhorn untersucht – und Unglaubliches entdeckt!
Archäologen haben das zukünftige Gelände eines Edeka-Marktes im Kreis Gifhorn untersucht – und Unglaubliches entdeckt!
Foto: imago images/Aviation-Stock/Landkreis Gifhorn/Collage news38

Steinhorst. In Steinhorst im Landkreis Gifhorn soll ein neuer Edeka-Markt entstehen. Doch bevor der Markt gebaut wird, muss erst einmal das zukünftige Areal untersucht werden.

Und dabei haben Archäologen eine unglaubliche Entdeckung auf dem neuen Edeka-Gelände gemacht – oder besser gesagt dadrunter.

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Edeka: Archäologen machen historische Entdeckung im Kreis Gifhorn

Die Mitglieder der Archäologischen Gemeinschaft Gifhorn haben nämlich Überreste entdeckt, die tatsächlich auf eine mitterlalterliche Gerberei in Steinhorst schließen lassen können, berichtet der Landkreis.

Ausgegraben haben sie wohl einen etwa 1,30 mal ein Meter großen Holzkasten. Und darin entdeckten die Mitglieder Keramikschalen, Holzstückchen, Eicheln, Lederreste und Tierknochen. „Bei der Holzkonstruktion handelt es sich wahrscheinlich um einen Lohkasten“, erklärt Kreisarchäologe Ingo Eichfeld.

Dazu wurden Lohkästen benötigt:

  • um rohe Tierhäute in haltbares Leder umzuwandeln
  • Vorgehen: die Häute wurden mit Gerberlohe in Wasser eingelegt, als Gerbmittel wurden gemahlene Eichenrinden oder Eicheln benutzt

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Archäologen vermuten mittelalterliche Gerberei

In dem Kasten haben die Archäologen außerdem noch ein Wurzelholz gefunden. „Das Werkzeug dürfte demnach zum Glätten des Leders genutzt worden sein“, vermutet Ingo Eichfeld. Den Fund datieren die Wissenschaftler in das 12. oder 13. Jahrhundert.

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Holzproben wurden laut Landkreis nun an das Deutsche Archäologische Institut nach Berlin geschickt. Sollten genug Jahrringe vorhanden sein, so geht Eichfeld davon aus, schon bald eine genaue zeitliche Einschätzung zu haben.

Im Mittelalter war die Loh- und Rotgerberei übrigens ein Handwerkszweig, der meist von Spezialisten ausgeübt wurde. Je nachdem, von welchem Tier die Haut stammte, dauerte eine Gerbung teilweise bis zu eineinhalb Jahre. (abr)