Gifhorn 

Kreis Gifhorn: Frau will Ehemann mit Messer töten, Kind muss alles mit ansehen – unfassbar, was sie vor Gericht behauptet

Foto: imago images/Rust

Schwülper. Es klingt wie ein Krimi, ist aber im November 2019 in Schwülper im Kreis Gifhorn bittere Realität geworden.

Eine Frau wollte ihren Ehemann töten – mit einem Küchenmesser. Der „Köder“: Das eigene Kind. Das Landgericht Hildesheim hat die 35-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Sie legte Revision ein. Doch der Bundesgerichtshof hat das Urteil nun bestätigt.

Kreis Gifhorn: Frau will Ehemann mit Küchenmesser töten

Es war ein Samstag im November 2019, an dem eine Frau aus Schwülper (Kreis Gifhorn) den Plan in die Tat umsetzen wollte, ihren Ehemann zu ermorden. Das Paar lebte zu dem Zeitpunkt bereits getrennt. Die 35-Jährige hatte den gemeinsamen 21 Monate alten Sohn in einen Karton gesetzt und diesen in den Flur gestellt.

Wie das Landgericht schildert, hat die Frau darauf spekuliert, dass der Ehemann direkt auf das Kind zugehen und es begrüßen würde, wenn er es dort sehen würde. Die Frau stach unvermittelt zu, als der Mann sich gerade seinem Kind widmete. Sie stach laut Landgericht von hinten in dessen Hals- und Schulterbereich.

Der Mann drehte sich um, und begann sofort, sich zur Wehr zu setzen. Während der Rangelei wollte die Frau immer wieder zustechen, doch schlussendlich konnte der Mann nach Angaben des Gerichts die 35-Jährige überwältigen. Sowohl der Ehemann als auch das Kind seien nach dem Vorfall stark traumatisiert gewesen.

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Unglaublich, was die Frau vor Gericht behauptet

Vor Gericht hatte die 35-Jährige beteuert, dass sie keinen Tötungsvorsatz gehabt habe. Sie habe es lediglich am Tattag nicht ertragen, dass ihr Ehemann sich bei der Begrüßung des Kindes als „Supervater“ präsentiert hätte. Das Messer, mit dem sie zugestochen hat, habe bereits seit geraumer Zeit im Flur gelegen – zur Verteidigung.

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Die Kammer indes kam zu dem Entschluss, dass die Frau in voller Absicht handelte. Das Mordmerkmal der Heimtücke sei hier klar erfüllt. Seit dem 10. November 2019 sitzt die Frau bereits in Untersuchungshaft. Nun muss sie verhängte Freiheitsstrafe von sieben Jahren verbüßen. (dpa/abr)