Gifhorn 

Kreis Gifhorn: Polizistin schießt auf Messer-Angreifer – so brenzlig war die Situation

Eine 26-jährige Polizistin aus Gifhorn hat am Donnerstag auf einen 31 Jahre alten Mann geschossen. Die Ermittler sagen, dass die Beamtin aus Notwehr handelte. (Symbolbild)
Eine 26-jährige Polizistin aus Gifhorn hat am Donnerstag auf einen 31 Jahre alten Mann geschossen. Die Ermittler sagen, dass die Beamtin aus Notwehr handelte. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rene Traut

Jembke. Nach dem Schuss aus der Dienstwaffe einer Polizistin in Jembke im Kreis Gifhorn auf einen Mann kommen jetzt mehr Details ans Licht.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig und die Polizei Wolfsburg haben sich am Freitag zu dem Vorfall im Kreis Gifhorn geäußert.

Kreis Gifhorn: Mann droht, sich selbst umzubringen

Demnach wurde die Polizei am Donnerstagnachmittag von der 36-jährigen Ex-Partnerin des Mannes alarmiert. Sie schilderte, dass ihr 31-jähriger Ex-Partner auf einem Parkplatz an der Hauptstraße in Jembke nahe der Post mit einem Messer herumlaufe. Er drohe, sich umzubringen.

Daraufhin machten sich gleich mehrere Streifenwagen auf zum Einsatzort. Dort trafen sie auf den 31-Jährigen. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft befand er sich „in einer sehr angespannten psychischen Ausnahmesituation“. Wieso, sei noch unklar.

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Die Einsatzkräfte versuchten, den Drogenabhängigen durch Gespräche zu beruhigen. Sie forderten den polizeibekannten Mann mehrfach dazu auf, sein Messer wegzulegen.

Polizistin schießt Mann in Jembke ins Bein

Plötzlich und zielgerichtet, so schreiben es die Ermittler, stürmte der 31-Jährige dann aber mit dem Messer auf eine Polizistin zu. Die 26-Jährige musste sekundenschnell handeln – und schoss dem Angreifer ins Bein. Aus Notwehr, heißt es am Freitag. Die Polizei hatte am Donnerstag von einer „konkreten Bedrohungslage“ gesprochen.

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Nach dem Schuss konnten die Einsatzkräfte ihn überwältigen. Zunächst wurde der 31-Jährige im Klinikum Wolfsburg behandelt. Danach wurde er in ein Psychiatriezentrum eingewiesen.

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen nach dem Vorfall im Kreis Gifhorn dauern an.

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Zuletzt hatte ein Polizist aus Braunschweig beinahe einen Schuss abgegeben. Was in dem Fall genau passierte, kannst du HIER noch einmal nachlesen! (ck)

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Anmerkung der Redaktion

Normalerweise berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

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Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.