Gifhorn 

Mord in Gifhorn bei „Aktenzeichen XY“ (ZDF): Ermittler bekommen teils konkrete Hinweise – führen sie endlich zum Täter?

Bei „Aktenzeichen XY“ thematisierte Rudi Cerne abermals den Mord an Zakia Mansour, die im Dezember 1994 tot im Kreis Gifhorn gefunden wurde.
Bei „Aktenzeichen XY“ thematisierte Rudi Cerne abermals den Mord an Zakia Mansour, die im Dezember 1994 tot im Kreis Gifhorn gefunden wurde.
Foto: Matthias Balk / dpa

Eickhorst. Nach dem brutalen Mord an einer Frau im Landkreis Gifhorn geben die Ermittler ihre Hoffnung nicht auf – auch mehr als 25 Jahre nach der Tat in Gifhorn suchen sie nach dem Täter.

Es geht um den Mordfall Zakia Mansour.

Gifhorn: Zakia Mansour liegt tot in Wasserloch

Ihre Leiche war am 26. Dezember 1994 in einem Wasserloch bei Eickhorst im Kreis Gifhorn gefunden worden. Das Gesicht der Mutter eines damals sechs Jahre alten Sohns war zertrümmert. Zakia soll ertrunken sein.

Am Mittwoch startete die Kripo Gifhorn erneut einen öffentlichkeitswirksamen Aufruf bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF. Detailliert wurde der Fall der damals 28-Jährigen direkt am Anfang der Sendung dargestellt.

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„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Mehrere Hinweise zum Mord in Eickhorst

Ob die Ermittler dadurch endlich eine heiße Spur finden, bleibt abzuwarten. Aber: Es gab nach der Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY“ gleich mehrere Hinweise. Auch konkrete. Am Ende der Sendung hatten sich bereits mehrere Hinweisgeber gemeldet, sowohl im ZDF-Studio in München als auch bei der Kripo in Gifhorn.

Unter anderem wurde eine konkrete Person benannt, die im Zusammenhang mit der ehemaligen Disco „Nanu“ in Salzgitter-Lebenstedt steht. Dort soll Zakia, eine auffällig kleine und attraktive Frau aus Tunesien, kurz vor ihrem Tod gesehen worden sein. Der jetzt genannte Name war der Polizei bereits bekannt; die Ermittler wollen dem aber noch einmal nachgehen.

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Neu war der Hinweis einer Frau, die zum Tatzeitpunkt beruflich in der Nähe des Tatorts bei Eickhorst war. Dort sei ihr ein Mann aufgefallen, der immer wieder mit anderen Frauen unterwegs war. Die Zeugin konnte nähere Angaben zu dem Mann machen – auch dieser Spur wollen die Gifhorner Ermittler jetzt nachgehen.

Es kam aber auch eine Frage auf: Warum haben die damaligen Ermittler im Mordfall Zakia Mansour sich nicht die Passagierliste des Flugs geben lassen, mit dem sie damals von Tunesien aus nach Hannover flog?

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Nun, das Problem sei gewesen, dass die Leiche der Frau erst nach 25 Jahren identifiziert werden konnte – da sei die Passagierliste aus Datenschutzgründen von der Fluggesellschaft schon längst vernichtet worden.

Gifhorn: Polizei hat zwei konkrete Namen bekommen

Polizeisprecher Thomas Reuter sagte am Donnerstag zu news38.de, dass es auch noch zwei weitere Hinweise gegeben hat.

Demnach kamen zwei Mails rein, die womöglich vielversprechende Ansätze bieten – es werden konkrete Namen genannt. „All das muss aber erstmal verifiziert werden“, sagte Reuter. Bis das Ermittlerteam der Kripo Gifhorn alle neuen Hinweise abgearbeitet hat, könnte es also noch etwas dauern.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hat Zakia Mansour in der Zeit vom 13. bis 24. Dezember 1994 in den Bereichen Salzgitter oder Wolfsburg gesehen?
  • Wer war in dieser Zeit ebenfalls in der Diskothek „Nanu“ in Salzgitter-Lebenstedt und kann sich an die Begleitung von Zakia Mansour erinnern?
  • Wer hat damals Fotos vom Innenraum der Disco „Nanu“ gemacht?
  • Wer hat generell Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord an Zakia Mansour in Verbindung stehen könnten?

Zakia hatte damals ihre tunesische Heimat verlassen, um in Deutschland ein besseres Leben anzufangen. Am 13. Dezember war sie in Hannover gelandet. Kurze Zeit später verlor sich ihre Spur. Ihr Sohn dachte jahrelang, dass er von ihr im Stich gelassen wurde – erst 25 Jahre später meldete er sie als vermisst.

>> HIER kannst du dir den Fall bei „Aktenzeichen XY“ (ZDF) ansehen!

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Du erreichst die Kripo Gifhorn unter der Telefonnummer 05371/9800. (ck)