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Kreis Gifhorn: Kleiner Hund totgebissen! Familie am Boden zerstört  – „Schwer zu begreifen“

Entsetzlicher Vorfall im Kreis Gifhorn. Chihuahua-Dame Liv wurde brutal angegriffen und bezahlte mit ihrem Leben. Strafe gibt es dafür nicht.

Kreis Gifhorn
© Samira Nizcke

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In der Gemeinde Kästorf im Kreis Gifhorn ist eine Familie am Boden zerstört!

Ihr kleiner Hund wurde von einem anderen Hund tödlich verletzt. Doch damit nicht genug: Samira und Manuela Niczke bekommen weder Hilfe von der Justiz noch eine Entschuldigung von den Verantwortlichen. Hundebesitzerin Samira hat mit News38 über den tragischen Vorfall gesprochen.

Kreis Gifhorn: Unerwarteter Angriff hinterm Haus

Es war der 23. März 2023. Samira und Manuela Nizcke ließen ihre Chihuahua-Hündin Liv auf der großen Wiese hinter ihrem Haus frei herumtollen. Die Wiese gehört zum Grundstück ihrer Vermieter und ist eigentlich ungefährliches Terrain für das Tier. Doch plötzlich griff ein fremder, nicht angeleinter Hund Liv an und schleuderte sie zwei Mal davon. „Sie wurde am Kopf so schwer verletzt, dass wir sie daraufhin einschläfern lassen mussten“, erzählt Samira traurig. Die Besitzer des Angreifers gingen mit ihrem Haustier einfach davon. Zurück blieb eine geschockte Familie mit ihrem Zweithund Louie. Dieser ist traumatisiert und nicht gewohnt, ohne Liv zu leben. Er frisst derzeit kaum noch.

Die Polizei wurde sofort informiert, doch viel machen kann sie laut Samira nicht. „Hunde werden in Deutschland immer noch als Sachgegenstand gewertet, sodass die Polizei uns sagte, das Ganze müsse zivilrechtlich verfolgt werden“, erzählt sie. Der Fall wurde an das Veterinäramt des Landkreises Gifhorn übergeben.

Kreis Gifhorn: Rolle des Veterinäramtes

Das Veterinäramt des Landkreises Gifhorn hat die Aufgabe, die Gefährlichkeit des angreifenden Hundes zu prüfen. Es wird festgestellt, ob von dem Hund eine generelle Gefahr ausgeht. Ist dies der Fall, wird eine Erlaubnis zum Halten des Hundes nur erteilt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Diese umfassen einen Wesenstest und die Nachweisung der Sozialverträglichkeit des Hundes sowie der Zuverlässigkeit des Halters. Auch eine Geldstrafe kann erhoben werden. Doch die Sache hat einen Haken.

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Liv hatte nach dem tödlichen Angriff keine Chance mehr. Foto: Samira Nizcke

„Leider ging aus dem Polizeibericht nicht hervor, welcher der beiden Hunde das Opfer des Angriffs ist“, erzählt Samira. Somit kann das Veterinäramt die Angelegenheit gar nicht richtig prüfen. Bis heute wurde nichts unternommen. Auch eine Entschuldigung haben Samira und Manuela bis heute nicht erhalten. „Obwohl die Besitzer gerade einmal 20 Meter von uns entfernt wohnen“, sagt Samira.


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Dabei verteidigt sie sogar den angreifenden Hund – schließlich wisse man nicht, was ihm vorher widerfahren ist. Ihrer Aussage nach habe der Hund keine sozialen Kontakte und habe eine schlechte Führung. „Für mich ist es schwer zu begreifen, dass so etwas ohne Strafe passieren kann“, empört sie sich. Die Familie erwägt einen Anwalt einzuschalten, weil sie auf hohen Kosten sitzengeblieben ist. Dazu ist jeder Spaziergang eine Qual: „Wir haben Angst, obwohl wir mit Hunden aufgewachsen sind.“