Harz 

Erzsuche gestoppt: Kanadier dürfen nicht im Harz buddeln

Auch der Gruben-Gruß nützt den Kanadiern nichts mehr: Sie müssen wieder nach Hause fliegen (Symbolbild).
Auch der Gruben-Gruß nützt den Kanadiern nichts mehr: Sie müssen wieder nach Hause fliegen (Symbolbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Bad Grund. Weil Zweifel an der Seriösität bestehen, hat Niedersachsen einem kanadischen Unternehmen die Suche nach Erz im Harz untersagt. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) habe die entsprechende Genehmigung der "Rhenium Technology Corporation" (ehemals Samarin Tennessine Corporation) widerrufen, teilte ein Sprecher am Dienstag mit.

Silber zu Gold machen

Das Unternehmen hatte im September 2017 die Erlaubnis erhalten, in einem rund 150 Quadratkilometer großen Gebiet zwischen Bad Grund und Clausthal-Zellerfeld nach Kupfer, Zink, Blei und Silber zu suchen. Dort werden wertvolle Rohstoffe in nicht ausgebeuteten Erzgängen und sogenannten Absetzteichen des vor 25 Jahren stillgelegten Bergwerks "Hilfe Gottes" vermutet.

Nicht zuverlässig

Das kanadische Unternehmen war wenig später in die Schlagzeilen geraten, weil ein Hauptverantwortlicher in zweifelhafte Aktiengeschäfte verwickelt gewesen sein soll. Gegen ihn soll deshalb von kanadischen Behörden ein Berufsverbot und eine hohe Geldstrafe verhängt worden sein. Das LEBG drückte es so aus: Es habe sich herausgestellt, "dass die Geschäftsführung die erforderliche Zuverlässigkeit und die finanzielle Leistungsfähigkeit nicht besitzt". Darum sei die Genehmigung widerrufen worden.