Harz 

Immer mehr Einsätze: Harzer Bergretter gefragt

Foto: Swen Pförtner/dpa

Goslar. Sie suchen Vermisste, bergen Verunglückte und retten Leben: Im Harz rückt die Bergwacht bei immer mehr Notfällen aus. Waren es vor drei Jahren noch 136 Einsätze auf niedersächsischem Gebiet, wurden die Rettungskräfte im vergangenen Jahr 240 Mal gerufen, sagte der niedersächsische Landesbeauftragte der Bergwacht, Christian Höppner, der Deutschen Presse-Agentur.

"Generell nehmen die Einsätze vor allem im Sommer zu. Gerade bei den Mountainbike-Unfällen ist die Tendenz stark steigend», sagte Höppner. Für einen Großteil der Rettungseinsätze sind jedoch auch die sportlichen Aktivitäten in den kalten Monaten ausschlaggebend. In schneereichen Jahren mit dementsprechend vielen Besuchern der Skipisten liegen laut Höppner die Einsatzzahlen der Bergwacht deutlich höher als in milden Wintern.

Mehr Menschen in den Bergen

Auch in Sachsen-Anhalt ist eine ähnliche Entwicklung zu erkennen. Laut Heiner Jentsch, dem Landesleiter der Bergwacht in Sachsen-Anhalt, rückten die Helfer dort 82 Mal aus, während im Jahr zuvor nach 49 Einsätze registriert worden waren. "Da in den letzten Jahren immer mehr Menschen Erholung im Gebirge bei unterschiedlichen Aktivitäten suchen, ist die Zahl der Unfälle ebenfalls ansteigend."

Die Bergwacht Harz rückt zu Unfällen in unwegsamen Wander-, Kletter- und Skigebieten aus. Derzeit arbeiten in den zehn Gruppen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt rund 105 ehrenamtliche Einsatzkräfte. Nach neuen Mitgliedern ist man aufgrund der steigenden Belastung laut Jentsch derzeit auf der Suche.