Harz 

Eingeschneiter Zug am Brocken: Sie schaufeln immer noch...

Mitarbeiter der Servicegesellschaft versuchen einen Zug der Harzer Schmalspurbahn, der seit Montag auf dem Brocken eingeschneit ist, vom Schnee zu befreien.
Mitarbeiter der Servicegesellschaft versuchen einen Zug der Harzer Schmalspurbahn, der seit Montag auf dem Brocken eingeschneit ist, vom Schnee zu befreien.
Foto: Matthias Bein/dpa

Wernigerode . Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) war am Donnerstag den dritten Tag in Folge damit beschäftigt, einen eingeschneiten Zug zu bergen. Die Mannschaft sei zuversichtlich, dass der letzte Waggon und die festgefahrene Dampflok im Laufe des Tages ausgebuddelt werden könnten, sagte HSB-Sprecher Dirk Bahnsen am Vormittag. Wind und Schnee hätten nachgelassen.

Schneeberge im Harz

"Aber man darf nicht vergessen, dass da Schneeberge liegen, die alle mit reiner Muskelkraft weggeschaufelt werden müssen." Zudem müsse die Lok enteist und einige Stangen und Teile des Fahrwerks abgebaut werden, um das Fahrzeug nach der langen Standzeit im Eis bewegen zu können, ohne großen Schaden anzurichten.

Dampflok war fast auf Brocken

Die klassische Dampflok hatte sich am Dienstagmittag auf dem Weg zum Gipfel wenige Meter vor dem Brocken-Bahnhof in einer Schneewehe festgefahren. Dutzende Fahrgäste mussten danach stundenlang ausharren.

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Auch auf dem Brocken selbst warteten bis zum Abend fast 60 Menschen auf eine Rückkehrmöglichkeit. Am Mittwoch wurden bei starkem Wind und Schneefall zwei der drei bis unter das Dach eingeschneiten Waggons ausgegraben und weggefahren.

Bahn fährt nur bis Schierke

Wegen der Bergungsarbeiten verkehrte die Brocken-Bahn mit eingeschränktem Fahrplan nur bis Schierke, wie Bahnsen berichtete. Die Aktion habe höchste Priorität. Die Route von Wernigerode sei die wichtigste Strecke der Harzer Schmalspurbahn. Drei Viertel aller Einnahmen generiere das Unternehmen hier und unterhalte damit das gesamte Streckennetz.

Der eingeschneite Brockengipfel sei gerade jetzt ein attraktives Ausflugsziel. "Deswegen wollen wir so bald wie möglich wieder hochfahren - aber nur, wenn es sicher möglich ist." (dpa)