Harz 

Brockenbahn steckte stundenlang fest: Schwierige Befreiungsaktion

Nach drei Tagen harten Schaufelns ist die Bahn wieder vom Schnee befreit.
Nach drei Tagen harten Schaufelns ist die Bahn wieder vom Schnee befreit.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
  • Nachdem sich die Brockenbahn in einer Schneewehe festgefahren hatte, musste sie per Hand wieder ausgebuddelt werden
  • Am Dienstag steckten mehrere Gäste stundenlang fest
  • Am Freitag wird sich zeigen, ob die Bahn wieder bis zum Gipfel fährt

Wernigerode. Nach drei Tagen harter Arbeit haben die Arbeiter der Harzer Schmalspurbahn (HSB) es geschafft, die Brockenbahn aus ihrem eisigen Grab zu befreien.

Die Lok und ein verbliebener Waggon wurden am Donnerstag aus den Schneemassen ausgebuddelt. Der Wagen wurde bereits am Nachmittag ins Tal gezogen, die Lok soll im Laufe des Abends folgen.

Die Fahrgäste steckten mehrere Stunden im Zug fest

Am Dienstag hatte sich der Zug kurz vor dem Brocken-Bahnhof in einer Schneewehe festgefahren. Dutzende Fahrgäste mussten mehrere Stunden im Zug ausharren.

Am Mittwoch schafften die Arbeiter es immerhin zwei von drei bis zum Dach eingeschneite Wagen zu befreien.

Teile des Fahrwerks mussten ausgebaut werden

Die Bergung war durch die Umstände extrem aufwendig und anstrengend. Die Schneeberge mussten mit reiner Muskelkraft weggeschaufelt werden.

Außerdem mussten die Mitarbeiter einige Teile des Fahrwerks ausbauen, um das Fahrzeug nach der langen Standzeit wieder bewegen zu können.

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Das Schadensausmaß wird sich erst nach dem Auftauen zeigen

Um das komplette Schadensausmaß einzuschätzen soll das Schienenfahrzeug über Nacht in einer Werkstatt unterbracht und vollständig aufgetaut werden.

Die Brockenbahn fuhr wegen der feststeckenden Lok nur bis zur Haltestelle Schierke.

Wichtigster Teil der Strecke blockiert

Da auf der Strecke von Wernigerode bis zum Gipfel knapp drei Viertel aller Einnahmen gemacht werden, hatte die „Befreiungsaktion“ höchste Priorität.

Zur Frage, ob die Bahn am Freitag wieder die ganze Strecke befahren wird, sagte Bahnsen: „Wir müssen am Freitag erst einmal die Strecke kontrollieren und dann die Karten legen, ob wir wieder sicher fahren können.“ (dpa/db)