Harz 

Tödlich für Hunde und Katzen: Schweine-Virus breitet sich im Harz und in Salzgitter aus

Die Aujeskysche Krankheit ist eine weltweit verbreitete, virusbe-dingte und hochansteckende Allgemeinerkrankung vieler Säugetierar-ten, wobei das Wild- und Hausschwein der Hauptwirt sind (Symbolbild).
Die Aujeskysche Krankheit ist eine weltweit verbreitete, virusbe-dingte und hochansteckende Allgemeinerkrankung vieler Säugetierar-ten, wobei das Wild- und Hausschwein der Hauptwirt sind (Symbolbild).
Foto: dpa
  • Aujeszkysche Krankheit breitet sich aus.
  • Vor allem Wildschweine sind betroffen.
  • Für Hunde und Katzen ist das Virus tödlich.

Goslar/Salzgitter. Im Harz und in Salzgitter leiden immer mehr Wildschweine an einer hochansteckenden Erkrankung. Im vergangenen Jahr hat das zuständige Veterinäramt bei 80 Tieren die Aujeskysche Krankheit diagnostiziert.

Krankheit ist für Menschen nicht gefährlich

Nach Angaben des Landkreises Goslar vom Freitag ist die weltweit verbreitete Allgemeinerkrankung für Menschen vollkommen ungefährlich. Auch sei es für Menschen absolut unbedenklich, Wildschweinfleisch zu essen.

Der Erreger wird schon seit einigen Jahren in der Schwarzwild-Population des nördlichen Vorharzes beobachtet. Bei Wildschweinen ist der Krankheitsverlauf meist unauffällig. Die Tiere tragen das Virus zwar in sich, wirken jedoch gesund.

Keine Impfstoff: Hunde und Katzen sterben

Der Erreger kann allerdings auf Hunde und Katzen übertragen werden. Das ist zwar eher selten, aber bei diesen Tierarten verläuft die Infektionskrankheit dann immer tödlich. "Da keine Impfmöglichkeit besteht, sollte das Risiko einer Übertragung nicht unterschätzt werden", sagt Amtsveterinär Wolfgang Naumann.

Am ehesten gefährdet sind Jagdhunde. Diese sollten von erlegten Wildschweinen möglichst fern gehalten und nicht mit rohem Fleisch oder rohen Organen dieser Tiere gefüttert werden.

Hausschweine in Gefahr

Insbesondere muss auch eine Übertragung der Erkrankung von Wild- auf Hausschweine verhindert werden, schreibt der Landkreis. Die für Hausschweine vorgeschriebenen Bekämpfungsmaßnahmen würden in den landwirtschaftlichen Betrieben hohe wirtschaftliche Schäden verursachen.

Schweinehalter, die auch jagen gehen, müssen daher umfangreiche Hygiene-Maßnahmen beachten und einhalten. Zum Beispiel müssen sie die Jagdbekleidung ausziehen, bevor sie den Stall betreten. Der Jagdhund darf nicht mit in den Stall. "Betriebsfremde Personen" müssen vor Betreten des Stalls geeignete Schutzkleidung anziehen.

Wer noch Fragen zu der Aujeszkysche Krankheit hat, kann sich an das Veterinäramt wenden - Telefonnummer: 05321/700840.