Harz 

Kaum zu stoppen: Lkw-Fahrer brettert bergab durch den Harz – und ist sich keiner Schuld bewusst

Der Lkw war nicht nur zu viel schnell und zu hoch, sein Fahrer hatte auch die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten. Absoluter Wahnsinn also (Symbolbild).
Der Lkw war nicht nur zu viel schnell und zu hoch, sein Fahrer hatte auch die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten. Absoluter Wahnsinn also (Symbolbild).
Foto: dpa

Bad Harzburg. Ein Lkw-Fahrer hat im Harz eine lebensgefährliche Fahrt hingelegt. Die Polizei Goslar konnte den Sattelzug kaum stoppen, so schnell und halsbrecherisch war er am Mittwochvormittag unterwegs.

Lkw-Fahrer in Bad Harzburg viel zu schnell unterwegs

Die Beamten schreiben, dass eine Streife den Lkw auf der B4 an der Marienteichbaude aufgefallen war. Der Fahrer fuhr viel zu schnell vom Torfhaus kommend in Richtung Bad Harzburg.

Dort gilt für Lkw über 7,5 Tonnen eigentlich ein Tempolimit von 20 km/h. Der slowenische Fahrer bretterte aber mit bis zu 100 km/h über die Bundesstraße, wie digitale Daten ergeben haben.

Fast-Vollbremsung auf 20 km/h runter

Auf der Gefällestrecke überholte der Sattelzugfahrer sogar noch ein Auto. Als er einen Blitzer sah, legte er laut Polizei eine Fast-Vollbremsung hin – "erfolgreich". Danach fuhr der Mann mit rund 80 km/h weiter.

Wegen seiner Geschwindigkeit konnten die Polizisten den Lkw-Fahrer erst erst auf dem Großparkplatz in Bad Harzburg anhalten und überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass das Fahrzeug viel zu hoch war, weshalb der Lkw vor Ort umgebaut werden musste.

Andere Themen:

Die Lenk- und Ruhezeiten hatte der Fahrer auch nicht eingehalten. Die Polizei erhob eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.890 Euro gegen den Mann.

Weil aber weder der Fahrer noch sein Arbeitgeber dazu in der Lage waren, das Bußgeld zu bezahlen, musste der Lkw auf dem Parkplatz stehenbleiben. Inzwischen wurde die Summe bezahlt und der Mann ist wieder auf der Straße.

Andere Strafe für deutsche Fahrer

Laut Polizei war dem Slowenen die Gefahr in der Gefällestrecke in keinster Weise bewusst. Für einen deutschen Sattelzugfahrer wäre bei dieser Art von Verstößen ein Bußgeld von 600 Euro, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte fällig gewesen. (ck)