Harz 

Gift in Goslar? Das ist das Ergebnis des Umweltministeriums

Das niedersächsische Umweltministerium hat eine mögliche Belastung der Ortsteile Oker und Harlingerode von Goslar mit giftigen Dioxinen untersucht.
Das niedersächsische Umweltministerium hat eine mögliche Belastung der Ortsteile Oker und Harlingerode von Goslar mit giftigen Dioxinen untersucht.
Foto: dpa

Harz. Nach dem Verdacht auf giftige Dioxine in den Ortsteilen Oker und Harlingerode hat das niedersächsische Umweltministerium in Goslar eine mögliche Belastung untersucht. Jetzt steht das Ergebnis fest: Die Bodenproben weisen keine erhöhten Dioxin- und Furanwerte auf.

Landkreis Goslar: Keine erhöhten giftigen Dioxinwerte in Oker und Harlingerode

Dieses Ergebnis der Voranalyse gab die Kreisverwaltung Goslar am Mittwoch im Rahmen der zweiten Beiratssitzung zum umweltmedizinischen Gutachten bekannt.

Insgesamt wurden Anfang des Monats an zwölf Standorten Bodenproben entnommen. Dabei wurden die obersten fünf Zentimeter des Bodens auf Dioxine, Arsen und Schwermetalle untersucht. Dabei wurden ganz bewusst Flächen ausgewählt, die seit Jahrzehnten brach liegen, sogenannte "Worst-Case-Proben" zu entnehmen.

+++Gift in Goslar? Ministerium prüft Belastung mit Dioxinen im Harz+++

"Die gute Nachricht dürfte vor allem für die Kindergärten und Grundschulen in diesem Gebiet interessant sein, denn die im Untersuchungsbericht aufgeführten Ergebnisse machen deutlich, dass alle gemessenen Werte (bezieht auch Schwermetallbelastungen ein) keinerlei Grund zur Beunruhigung liefern und die Prüf- und Maßnahmenwerte für Kinderspielflächen gemäß der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung deutlich unterschritten werden", teilte der Landkreis mit.

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Die vorliegenden Ergebnisse zeigten, dass es im Raum Oker/ Harlingerode "kein Problem mit dioxinbelasteten Böden" gebe, heißt es weiter. Das dürfte auch zeigen, dass es in der Vergangenheit eher keine extrem starke Dioxinemissionen gegeben hat.

Ergebnisse der Luftbelastungssituation liegen noch nicht vor

Allerdings lasse sich aus diesen Ergebnissen nicht ableiten, wie die aktuelle Belastungssituation der Luft ist. Hier müssen die geplanten Luftuntersuchungen abgewartet werden, die das Niedersächsische Umweltministerium auf Anregung des Landkreises durchführen will.

Neben Dioxinen und Furanen werden die Böden auch auf folgende Stoffe untersucht:

Antimon


  • Arsen

  • Blei

  • Cadmium

  • Kupfer

  • Nickel

  • Quecksilber

  • Thallium

  • Zink

  • "Die Blei-, Zink- sowie Cadmiumgehalte in den Böden sind hoch und bestätigen die bekannten harztypischen Belastungen des Bodenplanungsgebietes. Und auch mit Blick auf Arsen- und Kupferbelastung wurden erhöhte Gehalte festgestellt. Alle übrigen Metalle sind nicht auffällig beziehungsweise kommen in diesen Konzentrationen auch in anderen Siedlungsgebieten vor", so der Landkreis.

    Endgültiger Untersuchungsbericht wird in der kommenden Woche erwartet

    Der endgültige Untersuchungsbericht zu den Bodenuntersuchungen werde in der kommenden Woche erwartet. (js)