Harz 

Nach SEK-Einsatz in Goslar: Polizei durchkämmt Wohnung – und wird fündig

Der Mann hat laut Polizei Goslar auch damit gedroht, eine Schusswaffe zu benutzen. Das SEK konnte ihn überwältigen (Archivbild).
Der Mann hat laut Polizei Goslar auch damit gedroht, eine Schusswaffe zu benutzen. Das SEK konnte ihn überwältigen (Archivbild).
Foto: Boris Roessler/dpa
  • Mann will in Goslar Polizisten töten und droht mit Bombe.
  • SEK überwältigt 51-jährigen nach stundenlanger Verhandlung.
  • Polizei findet keine scharfen Schusswaffen.

Goslar. Nach der Bedrohungslage in Oker gibt die Polizei Goslar endgültig Entwarnung.

In der Wohnung des Mannes, der in der vergangenen Nacht die Polizei und Rettungsdienste in Atem gehalten hatte, wurden keine scharfen Schusswaffen oder explosive Sprengmittel gefunden.

Polizei Goslar findet keine scharfen Waffen - aber andere Dinge

Laut Polizei fanden die Spurensicherer in der Wohnung in der Siedlerstraße allerdings ein Bolzenschussgerät, sehr viele Messer, zwei Beile sowie gleich mehrere selbstgebaute Bomben-Attrappen, die allerdings täuschend echt aussahen.

Die angebliche größere Menge brennbarer Flüssigkeit, mit denen der 51-Jährige eine Explosion verursachen wollte, hatte der Mann offenbar erfunden.

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Der 51-Jährige, der beim Zugriff des Spezialeinsatzkommandos (SEK) leicht verletzt wurde, befindet sich wegen seines Verhaltens aktuell in einer psychiatrischen Einrichtung.

Mann verbarrikadiert sich in Goslar in Wohnung - SEK im Einsatz

Er hatte sich am Dienstagabend in seiner Wohnung verbarrikadiert, Polizisten angegriffen und mit einer Sprengung und Schüssen gedroht. Die Beamten waren von einem Nachbarn gerufen worden. Nach erfolglosen mehrstündigen Verhandlungen stürmte das SEK die Wohnung und überwältigte den Mann.

In Salzgitter war bei einem SEK-Einsatz vor einer Woche ein 28-Jähriger von Spezialkräften getötet worden. Der Mann hatte die Beamten mit einer Spielzeugwaffe bedroht, die laut Staatsanwaltschaft wie eine echte Pistole aussah.

Danach fanden die Einsatzkräfte die Leiche eines 22-Jährigen in der Wohnung des Getöteten. Es besteht der Verdacht, dass der 28-Jährige den jungen Mann umgebracht hat. (ck)