Harz 

Explosion im Harz: Hunderte Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden

Ein Umkreis von 300 Metern um den Ort der Explosion sei evakuiert worden.
Ein Umkreis von 300 Metern um den Ort der Explosion sei evakuiert worden.
Foto: Tom Wunderlich/ dpa
  • Eine Explosion hat ein Wohngebiet in Halberstadt aus dem Alltag gerissen
  • Hunderte mussten ihre Häuser verlassen und die Nacht woanders verbringen
  • Die gefundenen Chemikalien geben den Behörden Rätsel auf

Halberstadt. Einen Tag nach der Explosion in einem Einfamilienhaus in Halberstadt soll entschieden werden, was mit den dort gefundenen Chemikalien geschieht. Die Frage ist nicht nur, um welche Substanzen es sich handelt, sondern auch, wie sie abtransportiert werden können.

Damit hängt auch die Frage zusammen, wann die von der Evakuierung betroffenen Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

Explosion in Halberstadt: 372 Menschen müssen ihre Häuser verlassen

372 der rund 650 Menschen, die in der betroffenen Zone wohnen, hatte die Polizei am Sonntag angetroffen und in Sicherheit gebracht. 72 davon hatten sich am Nachmittag zunächst an einer Notunterkunft versammelt.

Die Stadt hatte in dem Freizeit- und Sportzentrum Feldbetten aufstellen lassen und die Versorgung der Menschen organisiert. Wie viele Halberstädter dort die Nacht verbrachten, war nach Angaben eines Polizeisprechers vom frühen Montagmorgen unklar. Die meisten waren demnach bei Freunden und Verwandten untergekommen.

43-Jähriger wird schwer verletzt

In der Nacht liefen die Untersuchungen der Substanzen weiter, die am Sonntag nach der Explosion in dem Einfamilienhaus gefunden worden waren. Experten des Landeskriminalamts hatten die Chemikalien in einer ersten Bewertung als gefährlich eingestuft.

Ein 43-Jähriger war bei der Explosion kurz nach Mitternacht schwer verletzt worden.

Rätsel um gefundenen Chemikalien

Auch die Bundesstraße 81 rund um das Wohngebiet wurde gesperrt. Die 40.000-Einwohner-Stadt Halberstadt richtete ein Bürgertelefon unter der Nummer 03941/552255 ein.

Am Vormittag hatte die Polizei einen Radius von 300 Metern um das Einfamilienhaus gesperrt, weil die von den gefundenen Substanzen ausgehende Gefahr unklar war.

Der 43 Jahre alte Mann, der sich laut Polizei zum Zeitpunkt der Explosion allein in dem Haus befunden hatte, wurde so schwer verletzt, dass er intensivmedizinisch behandelt werden musste. Er lag zuletzt in einem künstlichen Koma. (dpa)