Harz 

Baby in Osterwieck ausgesetzt: Ermittlungen gegen Mutter – wegen versuchter Tötung

Ein Mann hatte das gerade erst geborene Baby mitten in der Nacht vor einem Hauseingang in Osterwieck entdeckt. Die Körpertemperatur des Jungen betrug da nur noch 29 Grad (Symbolbild).
Ein Mann hatte das gerade erst geborene Baby mitten in der Nacht vor einem Hauseingang in Osterwieck entdeckt. Die Körpertemperatur des Jungen betrug da nur noch 29 Grad (Symbolbild).
Foto: imago images / Michael Weber
  • Eine Frau setzt ihr Neugeborenes nachts in Osterwieck aus.
  • Der Kleine hat großes Glück - ein Mann findet ihn.
  • Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Mutter.

Osterwieck/Halberstadt. Es geht um den Verdacht der versuchten Tötung – die Staatsanwaltschaft Halberstadt hat Ermittlungen gegen die Mutter eingeleitet, die ihr Neugeborenes in Osterwieck im Harz ausgesetzt haben soll. Das bestätigte ein Sprecher gegenüber news38.de.

Mutter und Sohn in getrennten Krankenhäusern

Die 30-Jährige und ihr kleiner Sohn befinden sich demnach in getrennten Krankenmhäusern. Inwiefern die Mutter nach ihrer Entlassung auf freiem Fuß bleibt, sei noch offen, so der Sprecher. "Wir prüfen strafprozessuale Maßnahmen."

+++ Baby im Harz ausgesetzt: Säugling vor Tür in Osterwieck gefunden +++

Ein Familiengericht muss jetzt entscheiden, ob der Kleine künftig von Angehörigen oder einer Pflegefamilie betreut wird.

Mann aus Osterwieck rettet Baby das Leben

Ein 36-Jähriger hatte den Säugling am Dienstag kurz nach Mitternacht vor einer Haustür in Osterwieck entdeckt. Der Kleine war stark unterkühlt, aber laut Polizei nicht in Lebensgefahr. Sein Zustand gilt als stabil.

Die 30-Jährige konnte ein paar Stunden später als Mutter des Babys identifiziert werden. Laut der "Bild" leidet die Frau unter psychischen Problemen. (ck)