Harz 

Im Harz gestürzt: Wanderer aus Braunschweig guckt in die Röhre

Symbolbild
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Foto: imago images / Frank Drechsler

Naumburg/Schierke. Ein im Harz gestürzter Wanderer bekommt kein Schmerzensgeld vom Land Sachsen-Anhalt. Das Oberlandesgericht (OLG) in Naumburg wies die Klage des 79-Jährigen ab, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte.

Die Ansicht des Landgerichts Magdeburg, das die Klage im Februar grundsätzlich als gerechtfertigt angesehen hatte, teilten die Naumburger Richter nicht. Der Wanderer aus Braunschweig hatte mindestens 7.000 Euro Schmerzensgeld gefordert, weil er auf einem verschneiten Weg im Oberharz im März 2017 gestürzt war und sich den Arm gebrochen hatte.

Weg im Harz ist Skiloipe - also nichts für Wanderer

Das Land habe seine Verkehrssicherungspflicht nicht verletzt, sagte der OLG-Sprecher. Der Weg sei als klar als Skiloipe gekennzeichnet, also gar nicht für die Benutzung durch Wanderer gedacht gewesen. Der Mann habe den Weg deshalb auf eigene Gefahr benutzt.

Mann aus Braunschweig rutscht aus

Er war auf zwei Gummimatten ausgerutscht, die von der Verwaltung des Nationalparks Harz auf dem Weg bei Schierke ausgelegt waren, um aufsteigendes Wasser vom Schnee fernzuhalten.

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Das Landgericht hatte im Februar lediglich ein sogenanntes Grundurteil gefällt und die Entscheidung dem OLG zur Prüfung vorgelegt. Nach Abweisung der Klage durch das OLG stehen dem 79-jährigen Braunschweiger keine weiteren Rechtsmittel zur Verfügung. Das Verfahren sei rechtskräftig abgeschlossen, sagte der Gerichtssprecher. (dpa)