Harz 

Harz: Tourismusverband warnt Besucher vor – damit sie „weniger geschockt“ sind

Blick auf den Nationalpark Harz mit teilweise abgestorbenen Fichten. Viele Bäume im Harz sind durch Stürme, Hitze und Borkenkäfer abgestorben.
Blick auf den Nationalpark Harz mit teilweise abgestorbenen Fichten. Viele Bäume im Harz sind durch Stürme, Hitze und Borkenkäfer abgestorben.
Foto: Swen Pförtner/dpa

Goslar. Der Harz sieht nicht mehr so aus wie früher. Das ist Fakt. Große Flächen sind abgestorben.

Tausende Fichten haben die heißen Sommer und die teils kräftigen Stürme nicht überlebt. Der Borkenkäfer konnte sich im Harz rasant ausbreiten. Die Landesforsten mussten zum Schutz anderer Bäume befallene Flächen fällen, zuletzt waren es 80 Hektar.

Vorwarnung für Harz-Urlauber

Der Harzer Tourismusverband hat jetzt auf den kahlen Harz reagiert. Er startete eine neue Kampagne unter dem Namen „Der Wald ruft!“ – damit sollen die Touristen schon vor ihrem Harz-Besuch sensibilisiert werden.

„Wir wollen den Gast informieren, dass sie weniger geschockt sind, wenn sie hier Urlaub machen und dann doch mal auf so ein Fleckchen Wald stoßen“, sagte Christin Wohlgemuth vom Harzer Tourismusverband dem NDR.

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Mehr von uns:

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Durch Erklärschilder, Infobroschüren und eine neue Internetseite werden die Wald-Besucher künftig auf die sich wandelnde Situation vorbereitet.

Situation im Harz ist eine „Jahrhundertkatastrophe“

Waldexperten und auch Agrarministerin Barbara Otte-Kinast hatten die Situation im Harz vor kurzem als „Jahrhundertkatastrophe“ bezeichnet. Die CDU-Politikerin sprach von einem „flächenhaften Siechtum“. (ck)