Harz 

Hund Yukon aus dem Harz tot im Wald gefunden – war es Mord?

Wurde Wolfshund Yukon aus dem Harz entführt und ermordet? (Symbolbild)
Wurde Wolfshund Yukon aus dem Harz entführt und ermordet? (Symbolbild)
Foto: imago/Mango Elsässer

Ilsenburg. Die traurige Geschichte von Hund Yukon aus Ilsenburg im Harz erhitzt gerade die Gemüter der Netzgemeinschaft. Es sei eine schlimme Geschichte mit einem noch tragischeren Ende.

Denn erst war Hund Yukon tagelang spurlos verschwunden. Und dann wurde der Wolfshund tot im Wald im Harz aufgefunden.

Hund: Wurde Wolfshund Yukon entführt und ermordet?

Yukon, der elf Monate alte Tschechoslowakische Wolfshund, war noch gar nicht so lange bei seiner Familie im Harz. Wie die „Bild“ berichtet, war der Hund wohl auf dem Grundstück des Vaters der Besitzerin, als es passierte.

Der Vater habe sich wohl nur kurz umgezogen, als er wiederkam, war Yukon verschwunden. Einziger Anhaltspunkt: Ein Loch im Gartenzaun. Wie die Besitzerin gegenüber „Bild“ sagte, hätten die zwei unteren Latten an einer Stelle gefehlt. Sie sei sich sicher: Ein Mensch habe sich an dem Zaun zu schaffen gemacht.

Der Tschechoslowakische Wolfshund

  • Kreuzung von Schäferhund und Karpatenwolf (1955)
  • 1982: anerkannte, eigenständige Rasse
  • groß, erinnert in Körperbau, Bewegung und Behaarung stark an einen Wolf
  • temperamentvoll, mutig und aktiv, reagiert schnell und furchtlos

Das sagt die Polizei Ilsenburg zu dem Fall von Wolfshund Yukon

Das kann die Polizei auf Nachfrage von news38.de allerdings nicht einwandfrei bestätigen. Sie könne auch nicht ausschließen, dass Yukon vielleicht doch einfach weggelaufen sei. „Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte, die irgendetwas belegen könnten“, erklärt ein Polizeisprecher.

Wurde Yukon entführt?

Die Spur des Hundes habe sich dann nach Angaben der Besitzerin gegenüber der „Bild“ direkt hinter dem Zaun verloren. Wurde Yukon entführt und mit dem Auto verschleppt? Tagelang steht diese Frage im Raum. Antwort gibt es nicht. Auch hier seitens der Polizei keine Anhaltspunkte.

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Facebook-Nutzer suchen mit Hochdruck nach Wolfshund

Bei Facebook wurde mit Hochdruck nach Yukon gesucht. So teilte beispielsweise die Seite „Entlaufene Hunde – Hilfe vom Rhein bis zur Weser“ einen Suchaufruf am 28. September und hielt die Nutzer fortwährend mit Updates auf dem Laufenden.

Über 5.387 Mal wurde der Beitrag geteilt. Einmal durch ganz Deutschland geschickt. Alle versprachen: Wir halten die Augen offen. Doch das letzte Update vom 6. Oktober brachte eine traurige Gewissheit.

Yukon ist tot. Er wurde angeblich in einem Wald aufgefunden. Vermutlich sei er bereits am Tag seines Verschwindens dort abgelegt worden. Das erzählt die Besitzerin der „Mitteldeutschen Zeitung“. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

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„Run free, kleiner Yukon“

Doch auch hier sagt die Polizei gegenüber news38.de: „Das ist nur eine Vermutung, es gibt auch hier keine Anhaltspunkte“. Die Verwesung des Tieres sei so weit fortgeschritten, dass man es nicht mehr einwandfrei nachvollziehen könnte, wie es gestorben ist.

Die Anteilnahme im Netz ist jedenfalls riesig. Niemand kann verstehen, warum der kleine Yukon schon so früh über die Regenbogenbrücke gehen musste.

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Was nun wirklich passiert ist, steht nicht fest. Fraglich bleibt, ob es überhaupt jemals eindeutig geklärt werden kann. Doch am Ende bleibt den meisten nur eines zu sagen: „Run free, kleiner Yukon.“ (abr)