Harz 

Bundeswehr gibt den Kampf im Harz auf: „Haben nur lokale Wirkung erzielt“

Soldaten verbrennen auf einer Rodungsfläche im Harz die Rinde der vom Borkenkäfer befallenen Bäume. Dadurch soll verhindert werden dass der Schädling den Winter überdauert.
Soldaten verbrennen auf einer Rodungsfläche im Harz die Rinde der vom Borkenkäfer befallenen Bäume. Dadurch soll verhindert werden dass der Schädling den Winter überdauert.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa

Harzgerode. Das war's erst einmal: Im Kampf gegen den Schädling Borkenkäfer hat die Bundeswehr im Harz Hunderte befallene Bäume bearbeitet.

In fünf Wochen seien etwa 750 Fichten von Ästen und Rinde befreit und zerkleinert worden, sagte der Oberst des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Halvor Adrian, am Montag zum Abschluss des Bundeswehr-Einsatzes in Harzgerode.

Soldaten der Bundeswehr bekämpfen den Borkenkäfer im Harz

Dabei wurde auch die Rinde verbrannt, um den überwinternden Borkenkäfer abzutöten. „Wir sind uns im Klaren, dass wir damit nur lokale Wirkung erzielt haben“, sagte Adrian. Seit 23. September waren täglich rund 60 bis 70 Soldaten im Einsatz.

Sie konzentrierten sich auf kommunale Waldgebiete im Harzgeroder Ortsteil Straßberg, in Schierke am Brocken sowie Ilsenburg.

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Der Harz ist nach mehreren schweren Stürmen und zwei Jahren anhaltender Trockenheit besonders stark vom Borkenkäfer betroffen.

Der Schädling konnte sich in den geschwächten Fichten besonders leicht ausbreiten.

Niedersachsen entscheidet sich gegen Bundeswehr

Sachsen-Anhalt hatte deswegen ein Angebot des Bundes angenommen, die Bundeswehr zur Bekämpfung einzusetzen. Auch der niedersächsische Teil des Harzes ist betroffen. Niedersachsens Landesregierung entschied jedoch, ohne Bundeswehr gegen den Schädling vorzugehen. (dpa/ck)