Harz 

Harz: Junge Frau erschießt Jäger – und wird freigesprochen

Gegen die 22-Jährige Jägerin ist nun das Urteil gefallen.
Gegen die 22-Jährige Jägerin ist nun das Urteil gefallen.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Quedlinburg. Eine Frau (22) steht im Verdacht, im Harz im Oktober einen Jäger erschossen zu haben. Die 22-jährige Jägerin musste sich deshalb wegen fahrlässiger Tötung vor dem Gericht verantworten.

Am Mittwoch hat das Amtsgericht Quedlinburg das Urteil gesprochen.

Harz: Frau erschießt versehentlich Mann

Laut Anklage hatte die Frau bei der Jagd am 28. Oktober 2017 im Forst Ballenstedt-Meisdorf im Harz auf einen Hirsch geschossen, stattdessen aber einen 81-jährigen Niedersachsen am Kopf getroffen. Der Schuss war tödlich.

Das Amtsgericht sprach die junge Frau nun frei, wie die Braunschweiger Zeitung berichtet. „Im Ergebnis ist nicht bewiesen, dass die Angeklagte den tödlichen Schuss abgegeben hat“, sagte Richter Theo Buß am Mittwoch.

Staatsanwaltschaft: Jägerin hat sich nicht ausreichend abgesichert

Die Angeklagte habe laut Staatsanwaltschaft gegen eine Vorschrift verstoßen, die vorgibt, dass erst geschossen werden darf, wenn sich der Schütze vergewissert hat, dass niemand gefährdet wird.

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Jägerin: „Ich würde jeden Schuss wiederholen“

Die junge Jägerin sieht allerdings keine Schuld bei sich. Sie sagte während des Prozesses aus, sie habe auf einen am Hang stehenden Hirsch geschossen. Der Hirsch wurde nicht gefunden.

„Ich würde jeden Schuss wiederholen, weil ich mir bei jedem Schuss sicher war“, sagte die Jägerin. (dpa/ck)