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Harz: Neuer Autolobby-Chef? Sigmar Gabriel hat sich entschieden

Sigmar Gabriel hatte offenbar beste Chancen auf den Posten als Cheflobbyist der deutschen Autoindustrie. Jetzt hat der SPD-Politiker abgesagt.  (Archivbild)
Sigmar Gabriel hatte offenbar beste Chancen auf den Posten als Cheflobbyist der deutschen Autoindustrie. Jetzt hat der SPD-Politiker abgesagt. (Archivbild)
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Berlin/Goslar. Überraschende Wende: Ex-SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel aus dem Harz will nicht Chef-Lobbyist der deutschen Auto-Industrie werden.

Er habe „nach reiflicher Überlegung und aufgrund anderer Aufgaben“ entschieden, dass er für diese Aufgabe nicht zur Verfügung stehe, teilte Gabriel mehreren Zeitungen mit.

Harz: Sigmar Gabriel sagt dem VDA ab

„In den letzten Wochen ist mein Name öffentlich im Zusammenhang mit der Nachfolge im Amt des Präsidenten des VDA genannt worden“, so Gabriel. Und es sei durchaus eine spannende und herausfordernde Aufgabe, die Automobilwirtschaft zu begleiten – gerade in einer Zeit großer Umbrüche.

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„Ich empfinde es deshalb auch als Ausdruck großen Vertrauens, dass Vertreter dieses für Deutschland so wichtigen Industriezweiges mir die Aufgabe als Präsident des VDA zutrauen“, so der frühere Wirtschafts- und Außenminister aus dem Harz.

Wer folgt auf Bernhard Mattes?

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wollte die Berichte am Dienstag nicht kommentierten. Der VDA muss sich einen neuen Präsidenten suchen, da der frühere Ford-Manager Bernhard Mattes Ende September überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte.

Der gebürtige Wolfsburger ist erst seit März 2018 VDA-Präsident, seine Amtszeit lief eigentlich bis Ende 2020. Als mögliche Nachfolgerin war zuletzt auch die frühere CDU-Politikerin und Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Hildegard Müller, im Gespräch.

VDA gilt als schwer zu führen

Der VDA ist einer der einflussreichsten Lobbyverbände in Deutschland, die Autobranche mit mehr als 800.000 direkt Beschäftigten eine Schlüsselindustrie.

Der Verband gilt als schwer zu führen, weil er die verschiedenen Interessen der Hersteller sowie der Zulieferer unter einen Hut bringen muss.

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Die Auto-Industrie steht seit Jahren wegen des Dieselskandals schwer unter Druck. Ein weiteres großes Thema ist die Klimadebatte und der angepeilte Umbau des Autoverkehrs in Richtung E-Mobilität. (dpa/ck)