Harz 

Harz: Auf Gift-Tod von Rindern folgt nächste Schock-Nachricht – Landwirt mit verzweifeltem Hilferuf

Bauer Daniel Morick mit seinen Kühen.
Bauer Daniel Morick mit seinen Kühen.
Foto: Daniel Morick

Langelsheim. Es ist ein verzweifelter Hilferuf aus dem Harz. Und er kommt von Landwirt Daniel Morick aus Langelsheim. Noch immer ist nicht aufgeklärt, wer für den Gift-Tod seiner Rinder im Oktober verantwortlich ist. Nach ihrem Tod trifft den Landwirt nun der nächste Schicksalsschlag: Diesmal trifft es ausgerechnet die Jüngsten...

Daniel schreibt, dass insgesamt 27 seiner Kühe vergiftet wurden. Vier der wertvolle Zuchtkühe verendeten qualvoll. Es sind jedoch nicht die einzigen Opfer. „Zudem haben wir schon sechs Totgeburten zu beklagen – von den Kühen, die nicht so viel von dem Gift gefressen haben“, so der Landwirt aus dem Harz.

Landwirt aus dem Harz rechnet mit dem Schlimmsten

„Wie viele Totgeburten noch folgen, können wir derzeit noch nicht einschätzen, aber wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr kein Kalb erhalten“, so die erschütternde Prognose von Daniel.

Mitte Oktober hatte ein Unbekannter illegal Strauchschnitt im Bereich Lautenthal / Teufelsberg, zwischen den Landesstraßen 515 und 516, abgelagert. Darunter befanden sich auch Eibenzweige – die sind für die Tiere hochgiftig. >> Vier Kühe sterben qualvollen Gift-Tod – Landwirt schildert traurige Details

Harz: Betrieb bangt um Existenz!

Neben dem emotionalen Verlust („Es sind für uns Familienmitglieder“) drückt auch der finanzielle Faktor auf Daniels Seele. Die Existenz seines kleinen Betriebs „Harz Vorland Hof Bock“ ist in akuter Gefahr!

„Wir müssen mehr als 20.000 Euro aufbringen, um weitermachen zu können – was uns in der jetzigen Situation durch die zwei Dürre-Jahre von allein nicht möglich ist“, so Daniel.

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Themen des Tages

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„Harzer Rotes Höhenvieh“ ist vom Aussterben bedroht

Die vergifteten Kühe gehörten zur seltenen Rasse „Harzer Rotes Höhenvieh“, die auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen steht.

Ihr Tod und auch die Totgeburten der Kälber bedeuten für den Kleinbetrieb, dass der Bestand der Tiere nach den Todesfällen zu klein ist, um weiterhin durch staatliche Mittel gefördert zu werden.

Vier Kühe sterben – Landwirt setzt Belohnung aus!

Deswegen haben Daniel und sein Team eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Prämiert werden Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täterin führen sollen.

„Wir möchten noch mal alle bitten zu überlegen, ob sie nicht jemanden beobachtet haben, der im September oder Anfang Oktober seinen Garten beschnitten hat“, heißt es in dem Aufruf.

Bei den Gartenabfällen handelte es sich um:

  • abgeschnittene Eibe-Zweige
  • Ahorn
  • Birke
  • Funkie
  • Koniferen
  • Schnitt von Obstbäumen (Rinde mit gelbem Pilz befallen)

Hinweise zur illegalen Entsorgung der Abfälle nimmt die Polizei Langelsheim um unter der Telefonnummer 05326/97870 entgegen. >> Vier seltene Kühe sterben an Gift – Polizei geht konkretem Hinweis nach

Du kannst Kuh-Pate werden!

Wer dem kleinen Hof helfen möchte, kann zum Beispiel spenden oder eine Patenschaft für eine Kuh oder ein Kalb übernehmen.

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Mehr von uns:

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Doch nicht nur die Übernahme von Patenschaften ist für den Hof eine willkommene Unterstützung. Auch jedes gekaufte Fleischpaket hilft weiter. Alle weiteren Infos findest du unter www.harzrind.de (ck)