Harz 

Harz: Eispeitsche auf dem Brocken – Schneekanonen feuern aus allen Rohren

Eine Schneekanone versprüht neben dem Hexenritt-Sessellift am Wurmberg bei Braunlage im Harz Kunstschnee auf eine Skipiste (Archivbild).
Eine Schneekanone versprüht neben dem Hexenritt-Sessellift am Wurmberg bei Braunlage im Harz Kunstschnee auf eine Skipiste (Archivbild).
Foto: Swen Pförtner/dpa

Goslar. Schnee und Glätte haben im Harz für Probleme auf den Straßen gesorgt. Viele Laster im Oberharz mussten in der Nacht zum Donnerstag stehen bleiben.

Gerade an den steilen Hängen hätten viele Lkw nicht mehr weiterfahren können, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Bereits am Mittwoch hatten sich mehrere Laster an Steigungen im Harz festgefahren. Einige standen auch quer.

Harz: Räumdienste sind im Dauereinsatz

Unfälle habe es aber zum Glück nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher zu news38.de. Betroffen war vor allem die B4 bei Torfhaus. Inzwischen sind die Straßen wieder frei befahrbar. Den Räumdiensten sei dank.

Denn sie sind seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz, um Straßen und Gehwege freizuhalten. Auch die Zufahrt zum Brockengipfel war tief verschneit.

Erster Räum-Einsatz „mit richtig viel Schnee“

„Es war der erste Einsatz mit richtig viel Schnee. Wie mussten zweimal zum Brocken hoch und wieder runter. Es lagen etwa 10 bis 15 Zentimeter Schnee auf der Straße. Für uns ist diese Lage aber kein Problem", so Räumdienst-Mitarbeiter Einar Duderstädt.

Brocken-Besucher sollten dennoch vorsichtig sein, denn stellenweise ist es sehr glatt. „Die Brockenstraße wird nur mit Splitt abgestumpft, denn im Nationalpark ist es nicht zulässig mit Salz zu streuen", sagte Duderstädt.

+++Harz: Diebe versuchen Mann zu überfallen – dann stürzt das Opfer einen Hang hinunter+++

Eisiger Wind auf dem Brocken

Wer dem Brocken dennoch einen Besuch abstatten möchte, sollte sich warm anziehen. Auf Norddeutschlands höchsten Berg zeigt das Thermometer minus fünf Grad an – und durch den Wind fühlt es sich noch viel kälter an" >> Hier kannst du dir Live-Bilder vom Brocken ansehen!

Wintersportler müssen sich noch gedulden

Auf dem Wurmberg sei in der Nacht zum Donnerstag zum ersten Mal in diesem Winter auch Kunstschnee produziert worden, sagte Dirk Nüsse von der dortigen Seilbahngesellschaft.

Dies solle in den kommenden Nächten bei prognostizierten Temperaturen von etwa minus fünf Grad wiederholt werden, bevor es vom Wochenende an wieder wärmer werde.

Der Kunstschnee und die dünne Naturschneeunterlage zusammen reichten aber vorerst nicht aus, um auf dem Wurmberg Wintersport zu betreiben. Ab wann das möglich sein werde, könne man derzeit noch nicht voraussagen.

--------------

Mehr von uns:

--------------

Die Schneefallgrenze im Oberharz lag nach Angaben der privaten Wetterstation Braunlage bei 530 Metern. (ck/dpa)

Dieser Artikel wurde aktualisiert.