Harz 

Harz: Bakterien-Alarm im Trinkwasser! Landkreis Goslar ist sauer

Im Harz gibt es eine Trinkwasser-Warnung. In dem Wasser wurden gefährliche Bakterien entdeckt... (Symbolbild).
Im Harz gibt es eine Trinkwasser-Warnung. In dem Wasser wurden gefährliche Bakterien entdeckt... (Symbolbild).
Foto: Oliver Berg / dpa

Clausthal-Zellerfeld. Bakterien-Alarm im Harz! Im Landkreis Goslar im Harz gibt es eine Trinkwasser-Warnung.

In dem Wasser im Harz wurden Milchsäure-Bakterien nachgewiesen. Diese können bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem gefährliche Infektionen auslösen.

Harz: Bakterien in Wasser in Clausthal-Zellerfeld nachgewiesen

Betroffen sind Ortsteile von Clausthal-Zellerfeld:

  • Clausthal
  • Zellerfeld
  • Buntenbock
  • Wildemann

Die dortigen Stadtwerke bitten die Bevölkerung, das Trinkwasser bis auf weiteres sprudelnd abzukochen – und zwar mindestens drei Minuten lang. In Altenau udn Schulenberg müssen die Verbraucher das Wasser entgegen bisheriger Mutmaßungen nicht abkochen.

Dass Abkochgebot wird mindestens noch die ganze folgende Woche Bestand haben. Dies ist das Ergebnis einer vorläufigen Einschätzung des Gesundheitsamtes des Landkreises Goslar.

Amtsarzt: Abkochgebot dient der Gefahrenabwehr

Laut Goslars Amtsarzt Martin Hepp handelt es sich bei dem Abkochgebot um eine Maßnahme zur Gefahrenabwehr: „Der Nachweis von Enterokokken im Trinkwasser ließ keinen anderen Schluss zu, und wir werden das Abkochgebot auch erst wieder aufheben, wenn ausreichend Proben vorliegen, die belegen, dass das Problem beseitigt ist.“

Wasser kommt aus dem „Oberen Kellerhalsteich“

Das belastete Trinkwasser stammt aus der Wasseraufbereitungsanlage „Oberer Kellerhalsteich“, die mit Wasser aus dem „Mittleren Kellerhalsteich“ gespeist wird, teilt der Landkreis Goslar am Donnerstag mit.

Der mittlere Kellerhalsteich wurde auch aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten am so genannten „Striegelhaus“ inzwischen vom Netz genommen. Bis auf weiteres soll die Trinkwasserversorgung aus dem „Oberen Grumbacherteich“ erfolgen. Da bislang jedoch keine ausreichenden Erkenntnisse über die Rohwasserqualität vorliegen und die Spülung sämtlicher Leitungen aussteht, muss weiterhin mit Augenmaß vorgegangen werden.

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Um die Qualität des von den Stadtwerken Clausthal-Zellerfeld gelieferten Wassers war in den vergangenen Wochen eine heftige Debatte entbrannt. Zuletzt sorgten deutlich erhöhte Mangan-Werte, die zu einer Brauntrübung des Trinkwassers führten, immer wieder für Schlagzeilen. Amtsarzt Hepp betonte am Donnerstag, dass die jetzt getroffenen Maßnahmen abert nicht im Zusammenhang mit den bisherigen Problemen stehen.

Goslars Erste Kreisrätin Regine Breyther erhöht unterdessen den Druck auf die Verantwortlichen der Stadtwerke. Mit Blick auf das seit 2018 vom Landkreis geforderte Sanierungskonzept sagte sie: „Die Stadtwerke müssen endlich ihre Hausaufgaben machen und ein wirksames sowie nachhaltiges Sanierungskonzept auf den Tisch liegen. Da die Umsetzung derartiger Maßnahmen jedoch weitere Jahre dauern wird, fordere ich die Stadtwerke ganz deutlich auf, für den Übergang technische Sofortlösungen zu erarbeiten und das Wasser sämtlicher Entnahmestellen werktäglich zu beproben, um die Versorgung der Bevölkerung mit unbelastetem und qualitativ hochwertigen Trinkwasser sicherzustellen.“ (ck)