Harz 

Harz: Mysteriöses Flugobjekt verwirrt Wanderer – das steckt dahinter

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Harz. Rätselraten im Harz! Dort zieht ein unbekanntes Flugobjekt (kurz: Ufo) seine Runden – doch dabei handelt es sich nicht um eine fliegende Untertasse über dem Harz.

Über den Köpfen der Harz-Wanderer fliegt seit einigen Tagen ein längliches Objekt hin und her und sorgt für Verwirrungen. Insgesamt zehn Meter ist es lang, schwebt 70 Meter über den Boden und wird von einem Helikopter getragen.

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Harz: Sonde soll Informationen sammeln

Bei dem unbekannten Flugobjekt im Harz handelt es sich um eine ganz neuentwickelte Mess-Sonde namens Projekt DESMEX von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Messgebiete sind der Raum Goslar und Bad Grund. Start- und Landepunkt ist jeweils der Flugplatz Hildesheim.

Gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik wurde zwei Jahre lang an diesem Flugobjekt getüftelt, das vom Aussehen her einer Rakete ähnelt.

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Das ist der Harz:

  • ein Mittelgebirge in Deutschland
  • ist das höchste Gebirge Norddeutschlands
  • liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • im Westen haben die Landkreise Goslar und Göttingen Anteile am Harz
  • hat eine Fläche von 2.226 Quadratkilometern

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Vom 22. September bis 2. Oktober flog dieses Gerät über den Harz, um den tiefen Untergrund zu erforschen. Die Wissenschaftler wollen Informationen über mineralische Rohstoffe im Erdboden gewinnen, zum Beispiel Salze, Steine oder auch Sand.

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Harz: So funktioniert die Messung

Bis zu 1000 Meter tief kann das „Ufo“ Informationen im Harz sammeln. Das BGR erklärt: „Dabei kommt ein so genanntes semi-airborne Elektromagnetik-Verfahren zum Einsatz. Es kombiniert starke Dipolsender am Boden mit neu entwickelten hochempfindlichen Magnetfeldsensoren. Die Dipolsender erzeugen im Untergrund ein Stromsystem.

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Dadurch entsteht ein elektromagnetisches Feld, das durch die Flugsonde gemessen werden kann. Auf diese Weise können Aussagen über die elektrische Leitfähigkeit von geologischen Strukturen getroffen werden.“

Die Sonde soll aber nicht nur im Harz, sondern künftig auch deutschlandweit eingesetzt werden – und wird dort vermutlich erneut Menschen auf den ersten Blick verwirren. (ldi)