Harz 

Harz: Diese Attraktion für Wanderer ist beliebter denn je – doch es gibt ein Problem

Der Harz ist ein Paradies für Wanderer. Doch leider gibt es ein Problem. (Symbolbild)
Der Harz ist ein Paradies für Wanderer. Doch leider gibt es ein Problem. (Symbolbild)
Foto: imago images/Martin Wagner

Blankenburg. Der Harz ist ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber! Und Wanderer werden für ihre Leidenschaft im Harz sogar belohnt. Denn sie können Stempel für ihre Touren sammeln.

Doch leider gibt es aber auch Chaoten unterm Wandervolk im Harz...

Harz: Wanderpass erlebt einen Boom!

Es geht um den Wanderpass im Harz. Immer mehr Menschen belohnten sich an den insgesamt 222 Stellen in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge mit einem Stempel in ihrem Wanderpass, sagte Tanja Fiedler vom Blankenburger Projektbüro der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Harz: Dieser Wanderweg hat es in sich – denn hier läuft alles etwas anders... +++

„Hochgerechnet werden wir in diesem Jahr etwa 75.000 Wanderpässe verkaufen“, sagte sie. „Gerade gibt es nochmal einen Ansturm. Die Leute wandern am liebsten im Herbst.“ Im vergangenen Jahr seien rund 50.000 Pässe zu je drei Euro unters Wandervolk gekommen.

Hat man alle 222 Stempel beisammen, ist man Harzer Wanderkaiser oder Harzer Wanderkaiserin. Das schafften seit dem Start vor 14 Jahren bisher rund 7.200 Menschen. „Es gibt eine Anstecknadel aus Harzgestein, eine Urkunde und einen vom Vornamen abgeleiteten Adelstitel samt Eintrag in die Online-Majestätenliste“, so Fiedler.

Stempel in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Stempelstellen seien in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu finden. >> HIER geht's zur Übersicht! „Wer sein Heft vollgestempelt hat, kauft sich auch gern ein neues und fängt einfach wieder von vorn an“, so Fiedler. Es gebe aber auch die Möglichkeit, auf verschiedene Sonderstempelpässe umzusteigen, etwa für den Harzer Klosterwanderweg.

------------------

Mehr News aus dem Harz:

------------------

Die größer werdende Beliebtheit erklärt sich Fiedler damit, dass sich grundsätzlich immer mehr Menschen die Wanderschuhe anziehen. „Der Ehrgeiz ist ohnehin da, aber das Wanderstempeln ist eine richtig große Motivation.“ Fiedler zufolge sind immer mehr junge Leute und Familien unterwegs.

+++ Harz: ER ist eine echte Brocken-Legende – das sind seine Geheimtipps +++

„Da werden dann oft Aufstiege, Landschaften und Etappenziele in den Sozialen Medien dokumentiert.“ Für Kinder sei das eine abenteuerliche Schatzsuche – mit Aussicht auf Auszeichnung. „Kinder bis elf Jahre und mindestens elf Stempeln werden Wanderprinzessin oder Wanderprinz“, sagte Fiedler. Auf der aktuellen Kinder-Majestätenliste stünden bereits mehr als 9.700 Namen.

Harz: Probleme mit „Wander“lismus

Doch nicht jeder, die eine Stempelstelle erreicht, geht nur mit einem Abdruck im Wanderpass wieder nach Hause. „Es wird viel gestohlen und zerstört“, sagte Fiedler. Vandalismus sei ein Problem, mit dem das Projektteam „fast täglich“ konfrontiert sei.

„Wir sind viel unterwegs, um zu ersetzen und zu reparieren, so dass die Stellen nicht tagelang unbrauchbar sind. Wir haben das mittlerweile im Griff.“

+++ Harz: Vorsicht! Auf diesen Wanderwegen verstößt du jetzt gegen das Gesetz +++

Und Fiedler verrät: „Jede Stelle hat einen dreistelligen Code. Haben Langfinger also mal wieder den Stempel mitgehen lassen, einfach den Code als Stempelersatz im Pass notieren.“ (ck/dpa)

+++ Wetter im Harz: Warnung vor Dauerregen – Anwohner sollen DARAUF achten +++