Harz 

Hund im Harz: Das findest du jetzt beim Gassi-Gehen – wofür entscheidest du dich?

Goslar. Wer mit seinem Hund Gassi geht, hat diese kleinen Helfer fast immer in der Tasche: Kotbeutel. Schließlich sind zugekotete Grünflächen weder für Anwohner schön, noch für mögliche spielende Kinder.

Inzwischen versuchen die Kommunen sogar den Hunde-Besitzern zum Teil zuvor zu kommen und stellen Beutelspender auf. „Kotbeutel vergessen“ ist damit keine Ausrede mehr, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners nicht aufzuräumen. Auch im Harz stehen seit einiger Zeit mehrere Spender. Nun wurde ein neuer Spender aufgestellt – bei dem Frauchen und Herrchen selbst die Wahl haben.

Hund im Harz: Neuer Kotbeutelspender lässt dir die Wahl

Im Harz in Goslar stehen rund 40 Hundekotbeutelspender mit Plastiktüten auf dem gesamten Stadtgebiet. Darunter auch ein Neuzugang, der etwas andere Kotbeutel zur Auswahl hat. Dabei ist die Stadt selbst offenbar gespannt auf das Feedback der Hundebesitzer.

+++ Harz: Verfolgungsfahrt in Wernigerode – Audi-Fahrer flüchtet hollywoodreif +++

Am Moritz-von-Sachsen-Platz hing bereits zuvor einer der vielen Spender auf dem Stadtgebiet. Er hat nun einen Nachbarn bekommen, bei dem die Besitzer plastikfreie Kotbeutel ziehen können. Die Papiertüten – sogenannte „Poopicks“ gibt es in drei Größen: M, L und S. Ob das tatsächlich genutzt wird?

„Wir wollen jetzt beobachten, wie die Hundehalter die plastikfreien Beutel annehmen“, sagt Oberbürgermeister von Goslar Oliver Junk. Du hast es jetzt also wortwörtlich selbst in der Hand, ob die plastikfreien Tüten in der Stadt eine Chance haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Papier ist deutlich schneller abbaubar als Plastik und deswegen umweltfreundlicher. Allerdings könnten Hundebesitzer wohl auch die Befürchtung haben, dass die Beutel schneller durchweichen. Zudem berichtet auf Facebook ein Nutzer von einem weiteren Problem.

Hunde-Besitzer sehen anderes Problem

Er schreibt zu den Papierbeuteln, diese seien „etwas unpraktisch“, da das Aufheben zur „Katastrophe“ werde. Hier müsse beim Design nachgebessert werden. Andere Hunde-Besitzer bemängeln zudem etwas ganz anderes.

Häufig fehle es an Mülleimer, um die Beutel überhaupt loswerden zu können. Wie es mit den plastikfreien Beutelspendern weitergeht, ist noch offen. Je nach Akzeptanz der Hundebesitzer könnten die sogar die Labradorhündin Wilma von Oberbürgermeister Junk zu einer kleinen Lokalberühmtheit machen.

------------------

Mehr News aus dem Harz:

------------------

Die Hündin ist nämlich Botschafterin der plastikfreien Variante. Ihr Bild prangt auf der Vorderseite des Spenders. Werden die Spender angenommen, könnte Wilmas Bild bald im gesamten Stadtgebiet auftauchen. (dav)