Harz 

Harz: Corona-Chaos! Warnung an Touristen – „Man kommt sich gefährlich nah“

Im Harz tummeln sich die Touristen – eine gefährliche Situation für alle vor Ort. (Archivfoto)
Im Harz tummeln sich die Touristen – eine gefährliche Situation für alle vor Ort. (Archivfoto)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Dramatische Situation im Harz! Weil das Gebiet während der Corona-Pandemie für Touristen immer beliebter wird, hat das Deutsche Rote Kreuz jetzt einen dringenden Appell an alle Harz-Besucher gerichtet.

Es geht dabei um die Sicherheit der einheimischen Bevölkerung und der Gäste im Harz und seinen Kommunen im und um den Oberharz.

Harz: Deutsches Rotes Kreuz in großer Sorge wegen Besucherströme

Die aktuelle Corona-Pandemie und die freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind im Harz keine gute Kombination. Die Sehnsucht nach Spaziergang in der Natur der Harzer Winterlandschaft ist groß – doch genau davor warnt das Deutsche Rote Kreuz jetzt auf Facebook.

„Leider haben zu viele Menschen gerade die gleiche Idee und es machen sich aktuell so viele Gäste auf den Weg zu uns, dass es vielerorts unter den aktuellen Bedingungen zu besorgniserregenden Zuständen kommt“, schreibt der DRK Bereitschaft & Ortsverein Braunlage / Hohengeiß.

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Das ist der Harz:

  • ein Mittelgebirge in Deutschland
  • ist das höchste Gebirge Norddeutschlands
  • liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • im Westen haben die Landkreise Goslar und Göttingen Anteile am Harz
  • hat eine Fläche von 2.226 Quadratkilometern

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Bereits bei der Anreise komme es zu kilometerlangen Staus, danach kommt es zu einer „nahezu aussichtslosen Parkplatzsuche vor Ort“.

Besonders problematisch: Weil Seilbahnen, Ski- und Rodellifte, Hotels, Gaststätten und Cafés geschlossen sind, gibt es keine Einkehr- oder Aufwärmmöglichkeiten.

+++ Harz: Winter-Chaos! Parkplätze überfüllt, Abstände können nicht eingehalten werden – So soll jetzt mehr Platz geschaffen werden +++

Harz: Deutsches Rotes Kreuz warnt Touristen eindringlich

„Menschen drängen sich auf stark belebten Rodelflächen und touristischen Plätzen, vollen Parkplätzen und Wanderwegen – man kommt sich gefährlich nah und der so wichtige Abstand zueinander kann ggf. nicht mehr eingehalten werden“, heißt es weiter in dem DRK-Beitrag.

Deshalb die dringende Bitte: „Wir bitten Sie daher inständig, aktuell von einem Ausflug in den Harz abzusehen.“ Auch wenn es wunderbar sei, dass alle den Harz lieben – „bitte handeln Sie jedoch besonnen und vernünftig.“

Der lange Appell kommt offenbar auch von den Bürgermeistern der Städte Bad Harzburg, Braunlage, Clausthal-Zellerfeld und dem Oberbürgermeister der Stadt Goslar sowie deren Landrates, der Polizeinspektion und dem Harzer Tourimusverband.

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Viele Anwohner im Harz kommentieren den Beitrag, berichten von ähnlichen Erfahrungen am Brocken oder in anderen Regionen, wie zum Beispiel der Rhön in Bayern. Eine Facebook-Nutzerin scheint die traurige Lage auf den Punkt zu bringen: „Eigenverantwortung ist für viele ein Fremdwort und es ist rücksichtslos gegenüber den im Harz und in anderen Gebieten lebenden Menschen!“ (kv)