Harz 

Brocken im Harz: Touristen-Attraktion will wieder öffnen – „Umstände noch nicht ganz klar“

Botaniker Gunter Karste setzt im Brockengarten Pflanzschilder. Der Saisonstart ist für den 17. Mai geplant. Die strengen Corona-Regeln müssen eingehalten werden.
Botaniker Gunter Karste setzt im Brockengarten Pflanzschilder. Der Saisonstart ist für den 17. Mai geplant. Die strengen Corona-Regeln müssen eingehalten werden.
Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Schierke. Harz-Fans können sich freuen: Der Brocken-Garten im Harz will in zwei Wochen in die Saison starten.

Am Montag, 17. Mai, will der beliebte Brocken-Garten im Harz wieder öffnen.

Harz: Brocken-Garten feiert Comeback

Momentan laufen die Vorbereitungen – denn die Öffnung hängt auch von der Pandemie-Lager ab. Natürlich gelten auch auf dem Brocken im Harz die Corona-Regeln.

Das ist der Plan für den Brockengarten im Harz

So sollen Besucher nur mit Voranmeldung und nur in kleinen Gruppen durch den Brocken-Garten geführt werden. „Wir planen am 17. Mai den Saisonstart, aber noch sind die Umstände nicht ganz klar“, sagte Leiter Gunter Karste vom Nationalpark Harz der Deutschen Presse-Agentur. „Fakt ist, dass wir maximal mit zehn Besuchern und natürlich nur unter Einhaltung aller Regeln durch den Garten gehen können.“

Frei bewegen dürften sich Gäste im Brocken-Garten ohnehin nicht, sagte Karste. „Bei uns geht ja alles nur über Führungen.“ Er rechnet damit, dass im Verlauf der Saison bis Mitte Oktober eine „Rückkehr zur Normalität“ erreicht werden kann. „Jetzt, wo das Impfen vorangeht“, sagte der Biologe. Der kleine Brockengarten auf der Kuppe des Harzgipfels ist das Zuhause von rund 1.500 Hochgebirgspflanzen aus aller Welt. Es gibt auch einen eigenen Anzuchtgarten.

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Das ist der Brocken:

  • ist 1.141 Meter hoch
  • und damit das höchste Gebirge im Norden
  • ist extrem beliebt bei Wanderern
  • gehört zu Wernigerode (Sachsen-Anhalt)
  • du kannst mit einer alten Dampflock hoch- und runterfahren

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Harz: Die Corona-Pandemie hat dem Geschäft geschadet

Im Vorjahr ließ die Corona-Pandemie die Besucherbilanz schlecht aussehen. Statt der üblichen 5500 waren nur 950 Gäste gezählt worden. Auch, weil die Saison 2020 erst am 24. Juni begonnen werden konnte.

Große Sorgen hätten die Trockenheit und die für Brocken-Verhältnisse hohen Temperaturen bereitet. „Das hat sich auf die Vitalität der kultivierten Hochgebirgspflanzen negativ ausgewirkt“, sagte Karste. 125 Arten seien 2020 abgestorben. Sie würden natürlich nachgepflanzt, hieß es. Aktuell liege zwischen den kleinen Pflänzchen noch Schnee. „Bis Mitte Mai wird der aber hoffentlich getaut sein“, sagte Karste.

Für die Stärkung der für deutsche Mittelgebirge einmaligen Zwergstrauchheide soll die Biotoppflege auf dem Brockengipfel fortgesetzt werden. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht 2020 der Nationalparkverwaltung in Wernigerode hervor. „Wir haben im vergangenen Jahr gut 5.000 Heidepflanzen in die Erde gebracht“, sagte Karste.

In diesen Tagen erwarte er die Lieferung weiterer 5.000 Stecklinge. Möglich ist das laut Bericht dank des Programms „Artensofortförderung“ des Landesumweltministeriums. Für dieses Jahr stünden, wie auch 2019 und 2020, insgesamt rund fünf Millionen Euro Landesmittel für Projekte für die Artenvielfalt zur Verfügung.

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Die Bergheiden würden dort gepflanzt, wo wuchernde Gräser die seltene Brocken-Anemone oder das Brocken-Habichtskraut verdrängen. Zusätzlich würden ausgewählte Flächen gemäht, hieß es. Auch die teilweise Beweidung mit dem Harzer Roten Höhenvieh habe sich bewährt. (dpa/mbe)