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Milchkrise: Bauernverband verlangt schnelle Hilfen

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Berlin/Hannover. 

Der Deutsche Bauernverband fordert vom „Milchgipfel“ bei Bundesagrarminister Christian Schmidt schnell spürbare Krisenhilfen. «Wir erwarten konkrete, sofort wirksame Unterstützung für die Betriebe“, sagte Vizepräsident Udo Folgart in Berlin. Generell müsse es eine bessere Mengensteuerung geben, die aber nicht staatlich geregelt werden könne, sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken. Auch der Handel müsse Verantwortung übernehmen. Man erwarte Unterstützung für die Milchbauern statt fortgesetzte Preisdrückerei im Einkauf.

Helmstedter Politiker für Mengenreduzierung

Ähnlich argumentiert auch Uwe Strümpel im Gespräch mit news38.de. Der SPD-Politiker aus dem Kreis Helmstedt sitzt im Landwirtschaftsausschuss des niedersächsischen Landtags. Der Ausschuss hatte sich am Donnerstagmorgen, 26. Mai 2016, mit Experten von Bauernverbänden und Molkereiunternehmen zu einem Krisengespräch getroffen.

Milchbauern beantragen Hartz IV

Strümpel sagte, Angebot und Nachfrage bei der Milch seien „völlig aus dem Gleichgeweicht“. Er habe am Morgen von sehr ernsten Schicksalen erfahren. Zum Beispiel gebe es in Niedersachsen Milchbauern, die Wohngeld oder Hartz IV beantragen mussten. Maßnahmen wie etwa Liquiditätshilfen sind für den SPD-Politiker nur temporär. Das Milchproblem müsse europaweit gelöst werden. „Bei einer sich anbahnenden Krise brauchen wir Warnstufen und gegebenenfalls Mengenreduzierungen“, forderte Strümpel.