Helmstedt 

18-Jährige in Auto gezerrt - Passant vereitelt Entführung

Während einer Verfolgungsjagd mit der Polizei (Symbolbild) konnten die mutmaßlichen Täter zunächst flüchten.
Während einer Verfolgungsjagd mit der Polizei (Symbolbild) konnten die mutmaßlichen Täter zunächst flüchten.
Foto: dpa

Helmstedt. Wegen versuchter Entführung einer 18-Jährigen ermittelt die Polizei gegen zwei junge Männer: Dem 26-jährigen mutmaßlichen Haupttäter und zwei jeweils 18-jährige Komplizen werfen die Ermittler vor, in der Helmstedter Innenstadt versucht zu haben, die junge Frau in ihren Peugeot zu zerren.

Ein couragierter Passant verhinderte jedoch die Entführung: Er hielt die 18-Jährige mit aller Kraft fest, worauf die drei von ihr abließen und davonfuhren.

Wilde Verfolgung am Südertor

Die inzwischen alarmierte Polizei wollte nach dem Vorfall am Holzberg den Wagen der Flüchtenden am Südertor stoppen. Wie die Polizei am Sonntagnachmittag, 27. November, berichtete, wurde der Peugeot der drei zunächst langsamer - dann aber beschleunigte der 26-Jährige und rammte dabei sowohl einen Funkwagen als auch drei am Straßenrand abgestellte Autos.

Obwohl auch sein Peugeot dabei stark beschädigt worden war, konnte er weiterfahren; den Wagen fanden die Beamten wenig später verlassen in der Straße Größern. Kurze Zeit danach stellten sich auch der 26-Jährige und seine beiden 18-jährigen Komplizen; alle drei wurden festgenommen.

Familiäre Hintergründe?

Die Polizei vermutet familiäre Ursachen als Grund des versuchten Kidnappings: Sowohl das in Helmstedt wohnende Opfer als auch die im sachsen-anhaltinischen Salzlandkreis registrierten Tatverdächtigen stammen ursprünglich aus Syrien.

Wie die Ermittler weiter berichten, erlitt der 34-Jährige, der die Entführung verhinderte, bei der Aktion leichte Verletzungen. Zur Höhe des Sachschadens machte die Polizei noch keine Angaben.