Helmstedt 

Feuer in Helmstedt: Polizei verhört Verdächtigen

Feuer am Braunschweiger Tor

Mit einem Großaufgebot ist die Feuerwehr vor Ort.

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  • Großbrand am Braunschweiger Tor.
  • 15 Personen evakuiert.
  • Verdächtiger bei Vernehmung.

Helmstedt. Ein Mehrfamilienhaus am Braunschweiger Tor ist am frühen Samstagabend durch einen Brand weitgehend zerstört worden. Die sieben Bewohner haben sich nach Angaben von Polizei und Feuerwehr teilweise selbst in Sicherheit bringen können, teilweise mussten sie von den Rettungskräften aber evakuiert werden.

Die Stadt wolle sich um deren Unterbringung kümmern, berichtete Polizeisprecher Thomas Figge. Insgesamt sprach er von 15 Evakuierten - neben den Bewohnern des Brandhauses mussten auch Bewohner von Nachbarhäusern ihre Wohnungen verlassen.

Einer der Betroffenen, der mit seiner fünfköpfigen Familie in dem Brandhaus wohnte, schilderte gegenüber news38.de, dass er mit seinen Angehörigen bei einem Onkel in Helmstedt unterkommen könne. Aus einem weiteren Haus wurden zwei Bewohner evakuiert.

Die Feuerwehr rief die Bevölkerung dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten und weiträumig von der Einsatzstelle fernzubleiben. Es seien mehrere Löschzüge im Einsatz.

Bilder vom Einsatzort

Unmittelbar nach dem Alarm um 18.15 Uhr entschieden sich Polizei und Rettungskräfte, auch Bewohner eines Nachbarhauses in Sicherheit zu bringen.. "Haus Nr. 54 brennt, Nummer 55 wird evakuiert", hieß es dazu aus der Polizei-Einsatzleitstelle in Wolfsburg gegenüber news38.de.

Gegen 19.15 Uhr berichtete Feuerwehr-Sprecher Andreas Meissner, dass die 80 eingesetzten Wehrleute den Brand unter Kontrolle gebracht haben. Inzwischen steht auch fest, dass entgegen der ursprünglichen Befürchtung niemand vermisst wird.

Gaffer strömen zum Brandort

Unterdessen hat die Polizei alle Hände voll zu tun, um Schaulustige vom Ort des Geschehens fernzuhalten. "Die Leute strömen", berichtete unsere Reporterin.

Obwohl das Schlimmste überstanden scheint, richten sich die Einsatzkräfte noch auf mehrstündige Arbeit ein. Das DRK baut ein Versorgungszelt auf.

Erste Vernehmung läuft

Die Brandursache ist noch unklar, allerdings gibt es Indizien für Brandstiftung: Zeugen hatten nach Angaben von Polizeisprecher Figge "Hinweise auf eine verdächtige Person" gegeben; Der Mann werde derzeit bei der Polizei vernommen.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf eine sechsstellige Summe. Fest steht jedoch, dass neben dem eigentlichen Brandhaus auch zwei Nachbargebäude beschädigt worden sind. Laut Thomas Figge plant die Polizei für Sonntag eine Begehung des Brandhauses.

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