Helmstedt 

Weddeler Schleife: Für Helmstedt ist der Zug abgefahren

Weddeler Schleife: Nur an dieser Stelle ist die Strecke für einige hundert Meter zweigleisig ausgebaut. Der Ausbau soll sie durchgängig zweigleisig befahrbahr machen (Archivbild).
Weddeler Schleife: Nur an dieser Stelle ist die Strecke für einige hundert Meter zweigleisig ausgebaut. Der Ausbau soll sie durchgängig zweigleisig befahrbahr machen (Archivbild).
Foto: dpa

Helmstedt. Es bleibt dabei: Der Landkreis Helmstedt wird vom zweigleisigen Ausbau der Weddeler Bahnschleife kaum profitieren. Die von Landrat Gerhard Radeck (CDU) in seinem Landratswahlkampf 2016 geforderte "Helmstedter Kurve" zur Anbindung der Kreisstadt wird es nicht geben. Die Planungen seien schon zu weit fortgeschritten.

Gegenüber den "Helmstedter Nachrichten" betonte der Kreis-Chef das, was zuvor bereits bei der jüngsten Kreistagssitzung bekannt wurde: Es gibt keine Chance mehr, die Schleife so auszubauen, dass Züge direkt zwischen Helmstedt und Wolfsburg fahren können.

Umstieg in Weddel

Dem Landkreis bleibe damit nur die Hoffnung, dass der Regionalverband Großraum Braunschweig sein Versprechen einlöst, die Fahrpläne von Bussen und Zügen so aufeinander abzustimmen, dass Fahrgäste zwischen Helmstedt und Wolfsburg beim Umstieg in Weddel nicht lange warten müssen.

Anfang Juni hatte die FDP in Sachen Weddeler Schleife Alarm geschlagen: Der Landkreis Helmstedt "verschläft den Ausbau der Weddeler Schleife", kritisierte FDP-Kreisvorsitzender Lars Alt.