Helmstedt 

Falscher Kommissar an der Strippe: Rentner reagieren gut

Helmstedt. Gleich sechs Senioren haben Betrüger im Helmstedter Stadtgebiet versucht zu betrügen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ließen die Betrüger am Montag im Display der Angerufenen eine Telefonnummer erscheinen, die der tatsächlichen Amtsnummer der Polizei in Helmstedt sehr ähnlich war.

Glücklicherweise hatten die Betroffenen schnell den Betrug bemerkt, sodass sie schnell auflegten und die Polizei alarmierten.

Falscher Winkler an der Strippe

Nach ersten Ermittlungen hatte sich der Anrufer als Oberkommissar Winkler der Polizei Helmstedt ausgegeben und von der Festnahme zweier Einbrecher berichtet. Dann erkundigte er sich mit vorgespielter Sorge nach Wertsachen und Kontoständen der Senioren und ob es im Haus einen Safe gebe. In diesem Moment erkannten die Angerufenen den Schwindel.

In Helmstedt waren Senioren im Alter zwischen 68 und 82 Jahren betroffen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass noch mehr Senioren betroffen waren.

Technischer Trick

Mit dem technischen Kniff der Anrufer, eine sogenannte Call ID Spoofing zu nutzen, habe es für die Betroffenen so ausgesehen, als sei wirklich die Polizei am Telefon. Die Täter nutzen in solchen Fällen eine Funktion aus, die es ermöglicht, statt der eigenen eine frei erfundene Rufnummer anzeigen zu lassen.

Die Polizei rät:

  • Beenden Sie das Telefonat sofort.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie nie Geld an fremde Personen.
  • Informieren Sie sofort über die Nummer 110 die Polizei, wenn etwas verdächtig erscheint.
  • Tatsächliche Opfer sollen sich umgehend an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.