Helmstedt 

Nie wieder! - Deutschland gedenkt der Mauer-Toten

Frauen schauen sich in Berlin die Gedenkstätte Berliner Mauer an (Archivbild).
Frauen schauen sich in Berlin die Gedenkstätte Berliner Mauer an (Archivbild).
Foto: Maurizio Gambarini/dpa
  • Erinnerung an Opfer der Teilung.
  • 57. Jahrestag des Mauerbaus.

Berlin/Helmstedt. Deutschland gedenkt der Opfer des Mauerbaus vor 57 Jahren. In der zentralen Mauer-Gedenkstätte in Berlin werden am Montag Kränze und Blumen niedergelegt. Zuvor ist in der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße eine Andacht geplant.

An der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn wird am Nachmittag (17 Uhr) eine neue Ausstellung eröffnet: "Mauern-Gitter-Stacheldraht. Politische Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR". Einer der ehemaligen Häftlinge, Alexander W. Bauersfeld, führt dabei in die Ausstellung ein.

In Braunschweig legt legt Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) um 11 Uhr im Gedenken an die Toten an der früheren innerdeutschen Grenze am Mauerdenkmal auf dem Platz der Deutschen Einheit einen Kranz nieder.

Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Die Teilung endete erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der Berliner Mauer mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An der einstigen, knapp 1.400 Kilometer langen deutsch-deutschen Grenze kamen nach einer wissenschaftlichen Untersuchung 327 Menschen aus Ost und West ums Leben.