Helmstedt 

Feuer im Psychiatriezentrum: Das sagt die Polizei

Mehrere Löschzüge sind zum AWO-Psychiatriezentrum geeilt.
Mehrere Löschzüge sind zum AWO-Psychiatriezentrum geeilt.
Foto: Mareike van Gerpen
  • Aufatmen in Königslutter: Keine Verletzten.
  • Polizei spricht von "mehreren zehntausend Euro" Schaden.
  • 120 Feuerwehrleute am Psychiatriezentrum im Einsatz.

Königslutter. Im AWO-Psychiatriezentrum Königslutter ist es am Dienstagabend in einem Patientenzimmer im Klinikum A zu einem Brand gekommen. Die Ursache ist noch unklar.

Der mit mehreren Löschzügen angerückten Feuerwehr ist es nach kurzer Zeit gelungen, die Flammen zu löschen, wie Kreisfeuerwehrsprecher Aygün Erarslan gegenüber news38.de berichtete.

Verdacht auf Rauchgas-Vergiftung

Am späten Abend berichtete Polizeisprecher Sven-Marco Claus, dass es keine Verletzten gegeben habe. Zwar hatte bei elf Personen zunächst der Verdacht einer Rauchgasvergiftung bestanden; Rettungskräfte konnten dann jedoch Entwarnung geben.

Gegen 20.30 Uhr war der Feueralarm ausgelöst worden; daraufhin eilten neben der Feuerwehr Königslutter auch die Feuerwehren Helmstedt und Lehre, der Rettungsdienst sowie mehrere Polizei-Einsatzwagen an den Brandort. Laut Erarslan waren rund 120 Wehrleute im Einsatz.

Station evakuiert

Der Brandherd in einem leerstehenden Patientenzimmer im ersten Obergeschoss war schnell lokalisiert; mit zwei Atemschutz-Trupps drangen die Einsatzkräfte vor und brachten die Situation unter Kontrolle.

Laut Erarslan hatte das Pflegepersonal zuvor umsichtig gehandelt und sofort nach dem Alarm die betroffene Station evakuiert. Damit habe sie Schlimmeres verhindert. Auch Polizeisprecher Claus hob das Engagement des Klinik-Personals hervor: Es seien auch Mitarbeiter, die dienstfrei hatten, sofort in die Klinik geeilt, um zu helfen.

Schließlich klang die Alarm-Meldung zunächst dramatisch: Als die Einsatzkräfte eintrafen, galten zwei Personen als vermisst. Dies bestätigte sich jedoch nicht.

Fotos vom Einsatz

Hoher Schaden

Den entstandenen Sachschaden schätzen die Ermittler vorerst auf "mehrere zehntausend Euro". Die Untersuchungen zur Brandursache haben unterdessen begonnen: "Zur Zeit lässt sich nichts ausschließen, wir ermitteln in alle Richtungen", so ein Beamter am späten Abend.

Den Brandort hat die Polizei beschlagnahmt.

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