Helmstedt 

Keine Geburten mehr in Helmstedt? Das sagt das Klinikum

Nach Klinik-Angaben hat sich an der Zahl der Fachärzte und Hebammen nichts geändert (Symbolbild).
Nach Klinik-Angaben hat sich an der Zahl der Fachärzte und Hebammen nichts geändert (Symbolbild).
Foto: Uli Deck / dpa

Helmstedt. Das Klinikum Helmstedt wehrt sich vehement: "Die Gerüchte, dass wir zum Jahresende unsere Gynäkologie und Geburtshilfe schließen, sind definitiv falsch und entbehren jeder Grundlage", teilt Klinikgeschäftsführer Matthias Hahn auf news38.de-Nachfrage mit.

Neue Kreißsäle in Helmstedt

Er verweist außerdem darauf, dass die St. Marienberg Klinik, zuletzt erst rund 1,7 Millionen Euro in den Bau und die Medizintechnik einer neuen und modernen Geburtsklinik investiert hat.

Im Dezember sollen die neuen Kreißsäle und die Geburtsstation eingeweiht und bezogen werden.

"500 Geburten sind das Ziel"

Und: In den vergangenen fünf Jahren seien die Geburtszahlen in Helmstedt jeweils gestiegen. Erst im letzten Jahr habe man mit 454 Geburten einen neuen Höchststand erreicht. Hahn wertet das als Zeichen dafür, dass werdende Mütter die wohnortnahe Entbindung sowie die Betreuung im Helios-Kinikum zu schätzen wissen. Im kommenden Jahr seien 500 Geburten das Ziel in Helmstedt.

"Um dem steigenden Bedarf der Abteilung gerecht zu werden, erhöhen wir die Zahl der Betten der Gynäkologie und Geburtshilfe von 14 auf 17", so der Klinikgeschäftsführer. Außerdem halte man seit Jahren die Zahl an Fachärzten und Hebammen.

Verdi beruft sich auf Helios-Infos

Die Gewerkschaft Verdi hatte am Montagmorgen mitgeteilt, dass die Gynäkologie und die Geburtshilfe in Helmstedt womöglich schon zum Jahresende schließen müssten. Als Quelle nannte Verdi-Bezirkssprecher Sebastian Wertmüller entsprechende Informationen aus dem Helios-Konzern, zu dem die St. Marienberg Klinik in Helmstedt gehört. (ck)