Helmstedt 

"Flocke" im Einsatz: Therapiehunde bei der Arbeit

Foto: Lebenshilfe

Helmstedt. Schulhunde und Therapiebegleithunde in sozialen Einrichtungen– sie können in der Arbeit mit Menschen oftmals einen entscheidenden Unterschied ausmachen. Der Einsatz erfordert allerdings stark engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiter in den jeweiligen Einrichtungen. Bei der Lebenshilfe-Werkstatt in Helmstedt beispielsweise schaut Diplompädagogin Steffi Sembera seit vielen Jahren mit Hündin "Flocke" immer mal wieder vorbei.

30 Mitglieder im Arbeitskreis

Um ihre Therapie-Arbeit ständig zu verbessern und sich mit Kollegen auszutauschen, engagiert sich Sembera regelmäßig mit anderen "Mensch-Hund-Teams" im "Arbeitskreis Schulhund und Hunde in sozialen Einrichtungen Niedersachsen Süd-Ost", der etwa 30 Mitglieder zählt.

Bei einem Treffen des Kreises der Lebenshilfe-Werkstatt in Helmstedt berichtete Sembera ihren niedersächsischen Kollegen anhand eines Films über das arbeitsbegleitende Förderangebot "Bewegung mit dem Hund". Anschließend führte die Pädagogin beispielhafte Fördereinheiten in der Turnhalle vor, die jeder im Anschluss mit seinem eigenen Hund ausprobieren konnte.

Formalitäten prüfen

Seit 2011 trifft sich der Kreis viermal im Jahr an unterschiedlichen Orten. "Dabei geht es um die Reflexion der tiergestützten Arbeit und den Austausch unter den Kollegen", erklärt Sembera. Die Pädagogen besprechen aber auch mögliche Einsatzformen, Rahmenbedingungen in den Einrichtungen oder rechtliche Grundlagen wie die Hygienevorschriften.

Ein weiteres wichtiges Thema seien die Grenzen der Arbeit mit dem Hund – so gibt es regelmäßig Vorträge über Stresssymptome beim Hund und die nötige Ausgleichsarbeit. Auch der Abschied vom Schul- oder Therapiebegleithund bei Tod oder Verrentung wird thematisiert.

Kollegen vernetzen

Regelmäßig gibt es Vorträge von externe Referenten. Vor allem geht es aber bei den Treffen auch darum, die Kollegen und ihre unterschiedlichen Konzepte und Einsatzbereiche kennenzulernen – wie beispielsweise der Therapiebegleithund in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, die "Bewegte Pause mit Hund" oder die Funktionen des Vorlesehundes oder des Klassenbegleithundes.

Außerdem üben die Pädagogen gemeinsam in Trainingseinheiten in unterschiedlichen Umgebungen und unterschiedlichen Herausforderungen für den Hund – etwa einrichtungsspezifisch mit Rollstühlen, Rollatoren und Bobbycars, als Stadttraining oder als Training mit anderen Tierarten. (mvg)