Helmstedt 

Kohleausstieg: Darum geht auch in Helmstedt die Angst um

Das Kraftwerk Buschhaus zwischen Schöningen und Helmstedt (Archivbild).
Das Kraftwerk Buschhaus zwischen Schöningen und Helmstedt (Archivbild).
Foto: imago/Westend61

Helmstedt. Angesichts der vielleicht entscheidenden Sitzung der Kohlekommission fordern niedersächsische Politiker finanzielle Unterstützung für das Helmstedter Revier. "Es ist grundsätzlich wichtig, dass wir nicht vergessen werden", sagte Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

Fördermittel: Olaf Lies will zehn Prozent

Umweltminister Olaf Lies (SPD) forderte indes vor der Sitzung in Berlin zehn Prozent der vom Bund in Aussicht gestellten Strukturfördermittel. Die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" könnte sich an diesem Freitag auf ein Konzept für das Ende der Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle einigen.

Schobert: "Die Gefahr ist groß"

"Wir sind ein sehr kleines Revier und nicht mehr aktiv. Da ist die Gefahr groß, dass man hinten runter fällt", sagte Schobert.

Wenn es um den Kohleausstieg geht, stehen tatsächlich eher die Lausitz, das Rheinische und das Mitteldeutsche Revier im Blickpunkt, weil dort Zehntausende Arbeitsplätze von der Kohle abhängen.

450 Menschen in Helmstedt betroffen

Laut Berichtsentwurf, der der dpa vorliegt, sind in Helmstedt nur noch rund 150 Beschäftige direkt und weitere 300 indirekt betroffen.