Helmstedt 

Kater Mikesch von Luftgewehr angeschossen: Polizei ermittelt in Schöningen

Mikesch ist vermutlich in Schöningen mit einem Luftgewehr angeschossen worden.
Mikesch ist vermutlich in Schöningen mit einem Luftgewehr angeschossen worden.
Foto: privat

Schöningen. Der Streifzug von Kater Mikesch aus Schöningen ist am Wochenende beinahe tödlich für das Tier ausgegangen. Seine Besitzerin Denise hatte ihren Liebling am Samstagmorgen um sieben Uhr nach draußen gelassen.

Als das Tier nur zwei Stunden später wieder nach Hause kam, humpelte es. Mikesch legte sich hin, ließ sich nicht mehr anfassen und konnte schließlich nicht mehr aufstehen. "Er fauchte alle an und miaute arg doll", erklärt Denise gegenüber news38.de.

Kugel steckt im Hinterbein

Sie kontaktierte sofort ihren Tierarzt. Dort stellte sich dann nach einer Röntgenaufnahme heraus, dass Mikesch eine Kugel im linken Hinterbein hatte.

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Anzeige gegen Unbekannt

Am Montag wurde der Kater dann operiert und die Kugel entfernt. Laut Angaben der Ärzte hatte das Geschoss nur knapp die Bauchvene verfehlt und war im Muskel des Hinterlaufs stecken geblieben.

Noch am Samstag hatte Denise Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei erstattet. Laut Polizeisprecher Thomas Figge sei dieser Fall ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung. Am Dienstag soll Denise nun das Projektil bei den Beamten abliefern, damit die Art der Waffe ermittelt werden kann.

Polizei ermittelt

Derzeit gegen die Beamten davon aus, dass mit einer Art Luftgewehr auf Mikesch geschossen worden war.

Laut Figge bestehe die Schwierigkeit in diesem Fall darin, einen Täter ausfindig zu machen. "Derartige Verbrechen geschehen meist außerhalb der Öffentlichkeit", so der Pressesprecher. Der Täter könne aus sehr großer Distanz oder sogar im heimischen Garten auf das Tier geschossen haben, ohne dass es jemand anderes bemerkt hat. Außerdem dauere solch ein Schuss nur Bruchteile von Sekunden.

Dennoch werden die Ermittler sich nun erst einmal darauf konzentrieren, um was für eine Waffe es sich gehandelt hat. "Dann kann man ein Täterprofil erstellen", so Figge.

Keine ähnlichen Fälle in Schöningen

Bislang habe es in Schöningen noch keine weiteren solcher Fälle gegeben. Ob allerdings ein Katzenhasser dort derzeit sein Unwesen treibt, sei bislang noch nicht auszuschließen.

Mikesch geht es mittlerweile den Umständen entsprechend. Die Kugel konnte zwar aus seinem Bein entfernt werden, aufstehen könne er allerdings noch nicht.

Die Polizei geht unterdessen davon aus, dass auf Denise aus Schöningen Behandlungskosten in Höhe von rund 500 Euro zukommen.