Helmstedt 

Krasse Verfolgung in Helmstedt: BMW in Schlangenlinien auf der B1 - völlig betrunkener Fahrer behindert Notarzt

Erst als sich ein Streifenwagen vor den BMW setzte, konnte der Fahrer gestoppt werden (Symbolbild).
Erst als sich ein Streifenwagen vor den BMW setzte, konnte der Fahrer gestoppt werden (Symbolbild).
Foto: Patrick Seeger/dpa

Helmstedt. Mit sage und schreibe 3,31 Promille hinterm Steuer hat die Polizei in Helmstedt einen 29 Jahre alten polnischen Staatsbürger gestoppt.

Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, war der Mann am späten Dienstagabend bereits zuvor Zeugen aufgefallen, als er mit seinem BMW in Schlangenlinien und ohne Licht auf der B1 von Süpplingen in Richtung Helmstedt unterwegs war. Dabei geriet der Wagen so stark in den Gegenverkehr, dass andere Autofahrer ausweichen mussten, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Helmstedt: Notarzt kommt nicht vorbei

Und nicht nur das: Er behinderte auch noch einen Notarzt- und Rettungswagen, die mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Helmstedt unterwegs waren und mehrfach abbremsen mussten, weil sie den BMW einfach nicht überholen konnten.

Die Zeugen fuhren hinter dem BMW und hatten bereits die Warnblinkanlage eingeschaltet, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Mittlerweile hatten sie auch über Notruf die Polizei alarmiert, die das Auto kurze Zeit später auf der B1 kurz vor der Kreuzung B1/ B244 aufnehmen konnte. Zwei Streifenwagen setzten sich direkt hinter den BMW und schalteten neben dem Blaulicht auch das Anhaltezeichen "Stopp Polizei" ein.

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Doch anstatt zu halten, beschleunigte der 29-Jährige seinen BMW, überfuhr die Kreuzung B1/B244 und rauschte über die Straße Braunschweiger Tor, den Kreuzungsbereich Triftweg, Glockbergstraße, Henkestraße und anschließend verbotswidrig in die Straße Braunschweiger Tor davon. Hier ging es weiter in Richtung Braunschweiger Straße wo es dann einem Streifenwagen gelang, sich vor den BMW zu setzen und auszubremsen. Dabei fuhr der 29-Jährige mit seinem BMW in den vor ihm haltenden Funkstreifenwagen.

Fahrer musst erstmal ausnüchtern

Nun griffen die Polizeibeamten zu, zogen den Zündschlüssel ab und nahmen den 29-Jährigen widerstandslos fest. Ein Atemalkoholtest erbrachte stattliche 3,31 Promille. Der junge Mann durfte die Nacht schließlich in der Gewahrsamszelle der Polizei verbringen und seinen Rausch ausschlafen. Erste Ermittlungen ergaben, dass der 29-Jährige keinen Führerschein hat. Auch der rechtmäßiger Besitzer wusste wohl nichts davon, dass der 29-Jährige mit seinem Wagen unterwegs war.

Jetzt muss sich der 29-Jährige vor der Staatsanwaltschaft neben diversen Verkehrsordnungswidrigkeiten auch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Straßenverkehr und Unbefugter Ingebrauchnahme eines Kraftfahrzeugs verantworten. (mvg)