Helmstedt 

Kreis Helmstedt: Frau soll gelähmten Kater aus Auto geworfen haben - jede Hilfe kommt zu spät

Der Tierarzt hat den Kater schweren Herzens von seinem leiden erlöst.
Der Tierarzt hat den Kater schweren Herzens von seinem leiden erlöst.
Foto: Katzenhäuschen Königslutter

Grasleben/Mariental. Im Landkreis Helmstedt soll eine Frau einen kranken Kater "entsorgt" haben. Letztendlich musste das Tier eingeschläfert werden.

Die Katzenfreunde der Gruppe "Katzenhäuschen Königslutter" schreiben bei Facebook, am Freitagnachmittag sei ihnen gemeldet worden, dass ein verletzter Kater am Kreuzberg zwischen Grasleben und Mariental liegt.

Demnach gibt es Hinweise darauf, dass eine Frau den Kater aus ihrem kleinen weißen Auto geworfen hat. Das soll irgendwann zwischen 13.30 und 14.30 Uhr passiert sein. Die Katzenfreunde brachten den Kater zum Tierarzt.

Kater liegt zwischen Grasleben und Mariental

Dieser stellte fest, dass der Kleine eine ältere Bissverletzung am Schwanzansatz hatte. Diese habe sich entzündet – und die Entzündung sei so weit ins Rückenmark vorgedrungen, dass der Kater komplett gelähmt war.

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"Sowohl Harn- als auch Kotabsatz funktionierten nicht mehr. Bei der neurologischen Untersuchung zeigte er keinerlei Reflexe mehr, auch ein Schmerzreiz war nicht mehr auszulösen", heißt es von "Katzenhäuschen Königslutter".

Schweren Herzens sei der Kater dann von seinem Leiden erlöst worden. "Wäre man rechtzeitig mit seiner Bissverletzung zum Tierarzt gegangen, hätte man diese antibiotisch behandeln können. Leider war es nun hierfür viel zu spät."

Jetzt werden weitere Zeugen zu dem Vorfall gesucht - oder kann jemand Hinweise zu dem Besitzer des Katers geben? (ck)