Helmstedt 

Helmstedt: Busfahrer hält nicht an – und setzt weinendes Mädchen mitten im Nirgendwo aus

Das Mädchen kannte sich in Büddenstedt gar nicht aus... (Symbolbild)
Das Mädchen kannte sich in Büddenstedt gar nicht aus... (Symbolbild)
Foto: imago images / Design Pics

Helmstedt. In Helmstedt hat ein Busfahrer ein Mädchen nicht aussteigen lassen. Am Ende flossen bei der Kleinen Tränen, wie ihre Mutter erzählt. Passiert ist das Ganze schon vor gut drei Wochen.

Demnach war die Elfjährige mit der Linie 397 vom Bahnhof in Helmstedt in Richtung Büddenstedt unterwegs. An der Haltestelle Rathaus wollte sie aussteigen – und hat laut ihrer Mama auch rechtzeitig den Stoppknopf gedrückt. Es habe auch rot geleuchtet.

Helmstedt: Mädchen beschuldigt Busfahrer

Dennoch sei der Busfahrer weitergefahren. Als das Mädchen ihn gefragt habe, warum er nicht halte, sei der Fahrer unhöflich geworden und habe die Kleine gefragt, ob das denn jetzt sein Problem sei.

Irgendwo in Büddenstedt habe die Kleine dann weinend aussteigen wollen. Sie kenne sich hier gar nicht aus, weil sie erst neu hergezogen seien, so ihre Mama. Auch hier soll der Busfahrer gesagt haben, dass das ja nicht sein Problem sei.

Nach eigener Aussage hat die Mutter die KVG auch mit den Vorwürfen konfrontiert, zunächst habe sich aber niemand wirklich verantwortlich gefühlt. Man solle doch bei der an dem Tag herrschenden Hitze auch Verständnis für Busfahrer haben.

KVG will Vorfall klären und lädt zum Gespräch

Die KVG schildert es etwas anders; bestätigt aber, dass es einen Vorfall gegeben hat. Man habe die Mutter unmittelbar nach der Beschwerde kontaktiert und den Busfahrer um eine Stellungnahme gebeten.

"Zum Vorfall selbst können wir derzeit nur äußern, dass sich der Bus laut Auswertung unseres Betriebsleitsystems 24 Sekunden im Haltestellestellenbereich befand. Warum sich die Tür dennoch nicht geöffnet hat, wird derzeit untersucht", so die KVG.

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Selbstverständlich sei es das Ziel der KVG, dass alle Mitarbeitenden im Umgang mit den Kunden stets hilfsbereit und höflich auftreten. Es gebe zudem entsprechende Schulungen, auch für Fahrer.

Die Betriebsleiterin hat Mutter und Tochter inzwischen zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Der Busfahrer sei nicht dabei gewesen, so die Mutter – aber die KVG wolle noch mal mit ihm reden.