Helmstedt 

A2 bei Helmstedt: Lkw und Autos krachen ineinander – Abschleppwagen-Fahrer richtig wütend

Auf der A2 wurden bei einem Unfall am Dienstagabend sechs Personen leichtverletzt.
Auf der A2 wurden bei einem Unfall am Dienstagabend sechs Personen leichtverletzt.
Foto: Matthias Strauss

Helmstedt. Am späten Dienstagabend sind auf der A2 zwei Lkw mit zwei Autos kollidert. Zu dem Unfall kam es zwischen den Anschlussstellen Helmstedt-Zentrum und -Ost in Fahrtrichtung Magdeburg.

An den beteiligten Autos entstanden Totalschäden. Anschließend erhob der Fahrer eines Abschleppunternehmens schwere Vorwürfe gegen zahlreiche Verkehrsteilnehmer.

Unfall auf A2: Sechs Leichtverletzte

Nach neuesten Angaben der Polizei Braunschweig wollte eine 19-jährige Autofahrerin auf dem Mittelstreifen einen Lkw überholen. Als sie neben dem Laster war, scherte ohne zu blinken nach links aus und touchierte den Wagen der jungen Frau.

Dadurch verlor die 19-Jährige die Kontrolle über ihr Auto und schleuderte in den vor ihr fahrenden Wagen. Dieses Auto wiederum geriet ebenfalls ins Schleudern und kollidierte mit einem Sattelzug.

Helmstedt: Unfallverusacher fährt einfach weiter

Besonders dreist: Der mutmaßliche Unfallverusacher, also der Lkw-Fahrer, fuhr einfach weiter. Die 19-Jährige sagte, es habe sich um einen hellen Lkw gehandelt.

Die 19-jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt, genau wie ihre 18-jährige Beifahrerin und die vier 30 bis 40 Jahre alten Insassen des anderen Autos. Sie kamen ins Krankenhaus.

Stau auf A2 bei Helmstedt

Die A2 musste nach dem Unfall gegen 23 bis 0.15 Uhr vollgesperrt werden. Es kam zu einem kilometerlangen Stau. Die Autobahnmeisterei konnte die Aufräumarbeiten endgültig gegen halb 5 nachts abschließen. Erst dann war die A2 wieder komplett frei.

Die Schadenshöhe beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 30.000 Euro.

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Abschleppwagen-Fahrer angefressen

Für mächtig Ärger sorgte bei einem Fahrer eines Abschleppunternehmens die fehlende Rettungsgasse. René Dickhuth ließ seinem Unmut Luft, bezeichnete die Situation als „beschissen“. Er haben für drei Kilometer mit seinem Abschleppwagen geschlagenen 20 Minuten gebraucht.

„Erstens sind Lkw auf der dritten Spur gefahren, dann mussten wir uns auch noch Beleidigungen anhören, es wurden wilde Gesten gemacht und es wurde gehupt“, prangert er das Verhalten zahlreicher Verkehrsteilnehmer an. Er fordert: „Die Strafen für dieses Verhalten müssten viel höher sein." >> Hier gibt René dem MDR ein Interview zu den Vorfällen auf der A2.

Bußgeldtabelle:

  • "Gaffen" als Ordnungswidrigkeit: Bußgeld von 20 bis 1000 Euro
  • Behinderung der Rettungskräfte durch Befahren des Seitenstreifens auf der Autobahn: Bußgeld von 20 Euro
  • Behinderung der Rettungskräfte durch Parken auf dem Seitenstreifen der Autobahn: Bußgeld von 25 Euro
  • Unterlassene Hilfeleistung: Straftat! Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe
  • Fotos oder Filme von einem Unfall machen: Straftat! Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe

(mb/ck)