Helmstedt 

Helmstedt: Frau findet Fledermaus und bittet bei Facebook um Hilfe - Reaktionen machen sprachlos

Die Fledermaus lag geschwächt für der Tür einer Frau aus Helmstedt. Jetzt wird sie in Schöppenstedt aufgepäppelt.
Die Fledermaus lag geschwächt für der Tür einer Frau aus Helmstedt. Jetzt wird sie in Schöppenstedt aufgepäppelt.

Helmstedt. Eine Frau aus Helmstedt hat eine Fledermaus vor ihrer Tür gefunden. Sie sei „geschwächt“, schreibt sie in einem Beitrag in einer Facebook-Gruppe. Sie atme noch und mache das Maul auf, fliegen könne sie jedoch nicht mehr.

Die Frau aus Helmstedt fragt die Nutzer, wo sie Hilfe für das Tier bekommen kann. Und die Reaktionen machen sprachlos.

Helmstedt: Fledermaus sorgt für Diskussionen

Denn ein Nutzer rät: „Schwarze Tonne auf und rein damit. Das sind Überträger der Tollwut.“ Eine Nutzerin schreibt: „Ich finde, dass Mitgefühl nicht bei kleineren Lebewesen aufhören sollte. Warum alle sterben lassen, wenn man auch helfen kann.“

Und das hat sie Frau dann auch getan - dem Tierchen geholfen. Sie hat den Tipp bekommen, sich doch in Schöppenstedt bei Denise von dem Verein Kleintierhilfe&Exotenasyl zu melden.

Die Fledermaus wird nun in Schöppenstedt aufgepäppelt

Seither befindet sich die Fledermaus in Obhut von Denise. „Sie war stark ausgetrocknet“, erzählt Denise. Aber sie ist guter Dinge: „Wahrscheinlich kann sie zeitnah wieder nach Hause“.

Um eine Fledermaus aufzupäppeln, würden sich am besten das Innere von Wachsmottenlarven, Mehlwürmer, und Heimchen eignen.

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Wie gefährlich sind Fledermäuse? - Die Angst vor Tollwut

Doch wie gefährlich sind die kleinen Tierchen wirklich? Der NABU rät, bei einem Fund einer Fledermaus immer erreichbare Experten zu Rate zu ziehen. Auch anfassen sollte man sie nicht ohne einen dicken Handschuh. Denn wenn sie Angst haben, können die Tiere beißen. Und dann könnte sich der Mensch mit Tollwut infizieren - sofern das Tier selbst erkrankt ist.

Anders als beispielsweise bei der Fuchstollwut, greifen infizierte Fledermäuse die Menschen nicht unmittelbar an. Sie übertragen Fledermaustollwut also nicht aktiv. Vielmehr kann es zur Übertragung kommen, wenn Menschen die Tiere hochnehmen und diese aus Angst beißen.

Eine Tollwut-Infektion kann sie bei Fledermäusen durch Orientierungsschwierigkeiten äußern, erklärt Denise. Außerdem können sie Krämpfe, Schluckbeschwerben oder Lähmungserscheinungen haben und sind dementsprechend flugunfähig. (abr)